Das aktuelle Wetter Lüdenscheid 0°C

Interview

David Rempel: „Album mit Orchester wäre ein Traum”

30.01.2010 | 20:49 Uhr
David Rempel: „Album mit Orchester wäre ein Traum”

Altena. Einen Tag vor der Veröffentlichung des neuen Luxuslärm-Albums „So laut ich kann” trifft man David Rempel aus Altena ganz entspannt bei Cappuccino und Cola im San Remo an. Dort spricht der Organist über Träume und Musik.

Das Café betreibt der Bruder seines Schwiegervaters. Stolz schwenkt er mit der Zeitung. Wieder ist ein lobender Bericht über die erfolgreiche Deutschrock-Band erschienen. Berühmt ist sie geworden. „Reich noch nicht”, sagt David Rempel lachend.

David, auf Viva spielen sie Euren aktuellen Clip rauf und runter. Was machst Du, wenn Du Dich beim Zappen selbst erwischst?

David Rempel: Im ersten Moment ist es mir unangenehm, aber dann kann ich doch darüber lachen. Wir wollten ja witzig rüberkommen, dafür muss man sich auch mal verrenken. Vor Luxuslärm habe ich ja nie in einem Clip mitgespielt. Wenn ich nur an den Dreh von „Unsterblich denke: Da standen wir an Allerheiligen 2008 mitten auf der Autobahn. Am Ende zündeten wir mein Klavier an. Früher stand es in meinem alten Proberaum, wo Tlakos Musikschule heute drin ist. Ich will es mal irgendwann für einen guten Zweck versteigern.

Tlako ist ein gutes Stichwort: Gibt es Soft Cake Parade eigentlich noch?

David Rempel: Wir treten zur Zeit zwar nicht auf, aber es gibt uns noch. Aus Zeitgründen können wir im Moment keine Konzerte machen. Es ist ja nicht allein Luxuslärm, was viel Zeit in Anspruch nimmt: Wir gehen ja weiterhin alle unserem normalen Berufsleben nach.

Erzähl mal von den schönsten Momenten Deiner Musikkarriere.

David Rempel: Absoluter Höhepunkt war im Dezember 2009 der Auftritt mit der Philharmonie Hagen. Ich habe noch nie ein so überwältigendes Gefühl erlebt. Außer den Mikrofonen an den Instrumenten gab's da keine Technik. Das war alles so authentisch und rein. Ein Traum wäre natürlich ein ganzes Album mit Orchester. Ist wohl aber unbezahlbar...

Luxuslärm ist doch eine sehr gefragte Band: Ihr seid oft gebucht, habt Chart-Platzierungen in den Top 100, seit Träger der Eins Live Krone. Da könnte man meinen, Du bist jetzt reich geworden...

David Rempel: Schön wär's! Aber man muss bedenken: Wir sind für alles in Vorlage getreten. Ob Tour, Album, die Leute, die für uns arbeiten – das will alles bezahlt werden. 2009 hatten wir einen ausgeglichenen Haushalt. Darüber waren wir froh.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft?

David Rempel: Ganz klar: Mehr Zeit. Für Freunde und Familie. Und, dass alle gesund bleiben!

Ina Hornemann

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2459127/create

Neueste Aktivität
Aktuelle Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Wasserrohre bersten reihenweise
Auftau-Phase
Geborstene Wasserrohre, bedingt durch Frost – sie halten derzeit Installateure und auch die Feuerwehr auf Trab. Das Umkleidegebäude am Sportplatz Honsel zum Beispiel ist momentan dicht, weil das Wasser vom Gäste-WC des Dachgeschosses an der Wand entlang durchs Haus läuft. Damit nicht genug: „Wir...
Tschöke wird Rektorin in Wenden
Schule
Tanja Tschöke wird nach den Osterferien neue Leiterin der Geschwister-Scholl-Schule in Wenden-Schönau. Die 36-Jährige, die für die Bündnis-Grünen in Lüdenscheider Rat sitzt, war bislang Konrektorin an der Wilhelm-Busch-Förderschule in Hemer.