Bücher können vergessen lassen und neue Horizonte eröffnen
14.04.2008 | 23:22 Uhr 2008-04-14T23:22:23+0200Lüdenscheid. ...
... (MS) "Der Mund kann lachen, wenn das Herz auch traurig ist." Auf das Bild eines Clowns, der sich hinter einer lachenden Maske verbirgt, nahm Petra Diem, Leiterin der Katholischen öffentlichen Bücherei Maria Königin, am Samstagvormittag Bezug, als sie vor Ort zum 2. Literaturfrühstück in gemütlicher Runde begrüßte. "Bücher können uns vergessen lassen und neue Horizonte öffnen", leitete sie über zur Vorstellungsrunde bemerkenswerter Bücher, die die Bücherei neu angeschafft oder in eigenen Beständen hat. Gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen aus ihrem Team legte sie Literaturfreunden außergewöhnliche Ratgeber, Romane, Geschichtliches und Aktuelles ans Herz. Mit einem reich gedeckten Frühstücksbüffet verwöhnte das Team die Besucher der illustren Literaturveranstaltung, die Lust aufs Schmökern und Eintauchen in ferne Lebenswelten machte. Einen Henning Mankell abseits seiner Krimis, China im Wandel und ein bemerkenswertes Frauenleben im 16. Jahrhundert lernten die Zuhörer kennen.
Als besonders empfehlenswert brachte Petra Diem den Literaturfreunden im Saal Ratgeber von Hans Gerhard Behringer ("Die Heilkraft der Feste"), einen praktischen Begleiter durch das Jahr mit seinen Festen und Festzeiten, sowie drei Bücher von Peter Neysters und Karl Heinz Schmitt nahe. Ums Älterwerden ("Jeder Tag voll Leben"), das Leben zu zweit ("Zeiten der Liebe") und Trauer, Sterben und Tod ("Denn sie werden getröstet werden") ging es in ihren Ausführungen.
Gedichte über Alter, Liebe und Sterben
Mit ausgewählten Gedichten über das Alter, die Liebe und das Sterben von Jörg Zink bis Karl Zuckmayer lockerte Hannelore Kotzur die Einführungen auf. Fasziniert von China, mit den Augen des Journalistenehepaars Andreas Lorenz und Jutta Lietsch ("Das andere China") betrachtet, zeigte sich Waltraut Grass, die ihren Zuhörern viel Wissenswertes über die beiden Autoren und ein Land voller Widersprüche an die Hand gab.
"Südland" (Patricia Shaw), sprich Australien, seine landschaftliche Schönheit, Pioniere und Ureinwohner entdeckte Christel Brombach den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Literaturfrühstück.
Marlies Bicker hatte außergewöhnliche Romane auf ihrer Empfehlungsliste. Mit "Inès meines Herzens" (Isabel Allende) folgte sie einer jungen Spanierin, als Person historisch verbürgt, ins ferne Lateinamerika.
0mitdiskutieren