1000 Familien im Bild
Bestand und Vision
09.09.2009 | 14:05 Uhr 2009-09-09T14:05:00+0200Lüdenscheid. Katsigionis, ein griechisch-orthodoxer Priester, zieht seine beiden Söhne nach dem Tod seiner Frau alleine groß. Bei Sten und Ilse aus Dänemark, einem Fotografen-Ehepaar, geht alles Hand in Hand. Er bedient im Laden, sie macht die Porträtaufnahmen.
Ihre erwachsenen Töchter stammen aus Sri Lanka, kamen als Babys zu dem kinderlosen Paar. Da ist die verwitwete Ram Pool aus Indien, die Trost bei ihren Verwandten findet. Oder Süleiman aus Eritrea, dessen Sohn an Krücken geht, weil ihm eine Landmine das Bein wegriss.
Sie alle - und viele andere - gehören zu den Familien, die der Fotograf Uwe Ommer porträtiert und nach ihren Zukunftsvisionen befragt hat. „1000 Families - eine Welt, eine Zukunft - ein Zuhause in Lüdenscheid" heißt die Ausstellung, die aktuell im Stern-Center eine stimmige Auswahl der ausdrucksstarken Ommer-Fotografien zeigt.
Ergänzt um Bilder von Lüdenscheider Familien - beim Markt der Familie oder in Pflegefamilien entstanden - beleuchtet die Schau, dass Familie nicht gleichbedeutend mit Vater, Mutter und zwei Kindern ist, sondern viele Gesichter hat. Veranstalter der sehenswerten Schau, die noch bis Samstag im Stern-Center zu sehen ist, sind das Lokale Bündnis für Familie, die Agenda und der Pflegekinderdienst der Stadt in Verbindung mit dem Verein Tages- und Pflegeeltern. Lobend hob Bürgermeister Dieter Dzewas, der die Ausstellung am Donnerstag eröffnete, die Attraktivität der Schau und das Engagement der mit Ständen und Ansprechpartnern vor Ort vertretenen Veranstalter hervor.
Auf Formen von Familie - angefangen bei der in anderen Kulturkreisen häufig anzutreffenden Dreigenerationen-Familie bis hin zur Familienkonstellation alleinerziehender Vater mit Kind - verwies er.
Mit Ohrwürmern auf dem Akkordeon umrahmte die Musikschule (Marion Fritsche/ Edina Wiesner) die Eröffnung.
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