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Kältehoch Cooper

Bergstadt bibbert bei -12 Grad

01.02.2012 | 20:20 Uhr
Bergstadt bibbert bei -12 Grad
Markthändler bei eisiger Kälte. Mützen und Handschuhe sind gefragt.

Lüdenscheid.Temperatur-Anzeige am Mittwochmittag am Sauerfeld: minus zwölf Grad. Auch die Bergstadt bibbert in der Eiseskälte von Russland-Hoch „Cooper“. Mützen gehen in den Läden und auf dem Wochenmarkt plötzlich weg wie warme Semmeln. Für Obdachlose stehen unterdessen ausreichend Un­terkünfte bereit, und im Tierheim Dornbusch wird intensiver geheizt als sonst.

Genug Unterkünftefür Obdachlose

Die Markthändler haben sich warm eingepackt. Auf vier Schichten samt Thermo-Un­terwäsche kommt Maria Lucia Bauer beim Nachzählen. „Ich komme mir vor wie eine Zwiebel“, sagt die Händlerin, die zusammen mit ihrem Mann Friedrich auf dem Wochenmarkt die derzeit begehrtesten Produkte verkauft: warme Mützen, Socken, Handschuhe – eben all das, was bei Dauerfrost die Laune hebt. Eigentlich stammt sie aus dem Norden Portugals, wo es zwar auch richtig kalt werden kann – aber eben nicht wie gerade jetzt in Lüdenscheid. Das hatte auch viele Händler abgehalten, überhaupt den Stand aufzubauen. Für die Obsthändler lohnte das Kommen nur, wenn man den Stand mit Planen abhängen und mit einem Gasgebläse beheizen konnte.

Apropos Mützen: Die waren in diesem Winter eigentlich Ladenhüter. Bis jetzt. Bei C & A im Sterncenter versuchten viele Kunden, eine warme Mütze zu ergattern. Viele wurden fündig, was die lange Schlangen an den Kassen und viele warme Ohren auf dem eisigkalten Stern- und Rathausplatz bewiesen.

In den Obdachlosen-Unterkünften sei genug Platz, betont Axel Schwabecher vom Ordnungsamt. Die Lüdenscheider Bevölkerung ruft er auf, Hinweise auf Mitmenschen zu geben, die nachts auf der Straße zu bleiben drohen.

Die beiden Streetworker des Amalie-Sieveking-Hauses, das eine Wohnheim für hilfebedürftige Menschen betreibt, gehen mit heißem Kaffee ganz gezielt dorthin, wo die Betroffenen sind. Ziel sei es, so Einrichtungsleiterin Traude Rit­tinghaus, die Leute von der Straße zu holen und ihnen beruflich wie sozial gesicherte Perspektiven zu bieten. Gerade habe man drei junge Leute von 21 und 22 Jahren kurzfristig aufgenommen. Sie konnten nicht mehr „bei Kumpels“ übernachten, wollten aber auch nicht in eine Obdachlosen-Unterkunft.

Florian Hesse, SusanneIllardt, Eberhard Demtröder

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Kommentare
02.02.2012
10:25
immer diese ...
von KFR001 | #1

amerikanischen Namen ( Cooper sagt mir nix );kann nich maljemand ur-deutsche auflisten und anmelden ? oder wenigstens ursprungs-bezogen russisch-sibierische ??

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