Bauaufsicht prüft Platten-Absturz
13.12.2010 | 20:04 Uhr 2010-12-13T20:04:00+0100
Lüdenscheid.Die Deckenplatte, die am Sonntagnachmittag im Kinder-Spieleparadies „Tommywood“ abgestürzt ist (WR berichtete), interessiert jetzt auch die Bauaufsicht im Lüdenscheider Rathaus.
Der Vorfall im Forum am Sternplatz sei „natürlich ein Grund, der Sache nachzugehen“, sagte Martina Edelhoff von der Abteilung Bauordnung gestern der WR.
Wie berichtet war die etwa ein Meter mal 50 Zentimeter große Platte aus einer Zwischendecke über dem Fußballfeld des Spieleparadieses heruntergekommen, auf dem zum Glück gerade keine Kinder spielten. Allerdings, so „Tommywood“-Betreiber Thomas Gnatowski, sei das Bauelement eher leicht gewesen: „Es bestand zu keiner Zeit Lebensgefahr.“
Edelhoff: Öffentliche Sicherheit ist berührt
Die abgestürzte Platte sei durch Feuchtigkeit „aufgequollen“, sagt Gnatowski. Bei einer Überprüfung gestern hätten alarmierte Handwerker ein Loch im Dach des Forums ausfindig gemacht, durch das sich geschmolzener Schnee seinen Weg ins Gebäude-Innere gebahnt habe. Immerhin sei das Forum mittlerweile ja auch 30 Jahre alt. Das Loch sei inzwischen abgedichtet. Und nach einigen Schönheitskorrekturen heute will Gnatowski das „Tommywood“ am morgigen Mittwoch wieder für den Publikumsverkehr öffnen.
Unterdessen habe der TÜV den Spielgeräten einen hervorragenden Zustand bescheinigt. Seit der Eröffnung des Spieleparadieses im März 2009 habe es keine Unfälle gegeben, betont Gnatowski.
Martina Edelhoff erfuhr gestern im WR-Gespräch von dem Zwischenfall am Sonntag. Weder der Betreiber noch der Eigentümer des Forums hätten sich bislang bei der Bauaufsicht gemeldet. Das müsse auch nicht unbedingt sein bei einer normalen Deckenverkleidung, die nicht genehmigungspflichtig sei. Dennoch: „Wir werden uns jetzt sachkundig machen“, kündigte Edelhoff an. Immerhin könnte hier die öffentliche Sicherheit berührt sein. Sie werde sich mit dem Betreiber des Spieleparadieses ebenso in Verbindung setzen wie mit dem Eigentümer des Forums am Sternplatz. Womöglich müsse die Bauaufsicht auch im Gespräch mit dem Dachdecker herausfinden, was genau geschehen ist – und inwieweit die Sache weiter untersucht werden muss. Vielleicht, so Edelhoff, sei die schadhafte Stelle auch schon „so zufriedenstellend repariert“, dass weitere Nachforschungen behördlicherseits nicht mehr nötig seien.
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