Autofrei – Stadt macht doch mit
10.02.2012 | 20:53 Uhr 2012-02-10T20:53:00+0100
Lüdenscheid.Die Stadt Lüdenscheid will an der Aktion Autofreies Volmetal am 24. Juni jetzt doch teilnehmen. Bürgermeister Dieter Dzewas hat die öffentliche Absage an den Märkischen Kreis am Freitagnachmittag überraschend zurückgezogen.
Dzewas räumte in einem Brief an die Grünen-Fraktionssprecherin Kirsten Petereit ein, er teile die Ansicht, „dass dieses Thema mit den politischen Gremien hätte besprochen werden sollen“. Petereit hatte die Absage am Mittwoch in einer Anfrage an den Bürgermeister kritisiert und damit auch bei der SPD-Zustimmung gefunden.
Erst jetzt sei der Stadt bekannt geworden, dass sich der Kreis „nunmehr klar in der Rolle des Veranstalters versteht“, schreibt Dzewas.
Stadtwerke als Sponsor gewonnen
Unter Kostenaspekten sei für die Stadt die neue Information besonders wichtig, „dass unter anderem für die Bewachung der Absperrungen vom Märkischen Kreis ein privater Sicherheitsdienst beauftragt werden soll. Das senkt die Personalkostenberechnung für die Stadt um 3000 Euro.“
Kosten in Höhe von 2500 Euro habe die Stadt für Personal-, Sach- und Transportkosten der Absperrung von drei Standorten kalkuliert – der Kreuzung Talstraße/Volme-straße an der Tankstelle, sowie an den Einmündungen Mintenbecker Straße und Schiefe Ahelle – und weiterer Umleitungsmaßnahmen an verschiedenen relevanten Punkten im Straßennetz. „Hinzu zu rechnen waren Kosten für die Bewachung der Absperrungen an den drei genannten Stellen mit jeweils zwei Personen für die Dauer von zehn Stunden. Einschließlich Sonntagszuschlägen wären dafür Personalkosten in Höhe von gut 3000 Euro angefallen.“
Aufgrund einer Sponsorenzusage der Stadtwerke Lüdenscheid werde es möglich sein, die voraussichtlichen restlichen Mittel in Höhe von ca. 2500 Euro aufzubringen. „Unter diesen Voraussetzungen erscheint eine Beteiligung Lüdenscheids ohne Inanspruchnahme städtischer Haushaltsmittel möglich“, schreibt Dzewas. „Das ist im Hinblick auf die derzeitige Nothaushaltslage von besonderer Bedeutung, da die zusätzliche Übernahme freiwilliger Aufgaben nicht zulässig ist.“
Die Stadt verhandele mit dem Kreis, wie die Einbindung des Lüdenscheider Streckenteils von der Kreuzung Talstraße/Volmestraße bis zum Gebiet der Stadt Halver herzustellen sei. Wenn das geklärt sei, werde es unsere Aufgabe sein, durch Angebote von Brügger Vereinen und anderen Interessierten den Lüdenscheider Streckenabschnitt lebendig zu gestalten.
Dzewas: „Um Vereine zu gewinnen, würde sich meines Erachtens die nächste Brügger Stadtteilkonferenz am 23. Februar als Kommunikationsplattform anbieten. Sollten sich schon vorher Interessierte melden, würden wir den Kontakt zum zentralen Ansprechpartner beim Kreis herstellen.“
06:19
Das weis man doch wofür die Stadtwerke Lüdenscheid ihre Einnahmen brauch.
Versteckte Steuereinnahmen der Stadt Lüdenscheid ................
11:28
...dass die Strecke nicht privatisiert werden kann; ein paar Schranken, Maut-Automaten mit Video-Überwachung...
Übrigens wäre es angebracht, die dem garantierten öffentlichen Verkehr gewitmete Strecke im Verfahren der Sondernutzung ( siehe Satzung der Stadt Lüdenscheid ) an die Veranstalter zu berechnen.