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"Alles, was glänzt, kommt von uns"

23.08.2007 | 16:06 Uhr

Lüdenscheid. "Wir kennen uns vom Sehen": Dass das Motto der Lüdenscheider Gerhardi Kunstofftechnik an der Schlittenbacher Straße am Loh stimmt, davon konnte sich gestern Bürgermeister Dieter Szewas überzeugen. Denn: "Alles, was glänzt, komm

Auf Einladung der Geschäftsleitung (den beiden Geschäfstführern Reinhard Hoffmann und Christoph Huberty und dem Leiter der Administration, Thomas Dinter) machten sich Dzewas, Dirk Aengeneyndt und Jörg Geßler von der städtischen Stabsstelle Wirtschaft und Arbeitsmarkt ein Bild von der wirtschaftlichen Situation des aufstrebenden mittelständischen Unternehmens und der umfangreichen Produktpalette des Spezialisten für galvanische Kunststoffbeschichtung. "Unser technisches Alleinstellungsmerkmal im Bereich Oberflächentechnik ist die beste Standortsicherung", hieß es von den Geschäftsführern.

Inzwischen ist der Bergstädter Spezialist ein Begriff als Zulieferer der Automarken BMW, Audi, VW und Daimler u.a.. Nahezu alle Modelle der Oberklasse glänzen mit Chrom aus Lüdenscheid. Kühlergrills und Zierleisten stammen aus den Werken in Lüdenscheid (Werdohl) und Ibbenbüren. Seit Übernahme der Fertigung durch MBO im Jahr 2000 hat sich Gerhardi Kunststofftechnik einen guten Namen gemacht.

Dzewas begrüßte die Treue zum städtebaulichen Mischgebiet und zeigte sich von den Zahlen zum Thema Ausbildung überrascht. So werden insgesamt rund 20 Auszubildende (in beiden Werken) in diesem Jahr beschäftigt; 2000 waren es gerade mal vier.

Auch die wirtschaftliche Entwicklung vollziehe derzeit eine erfreuliche Bergfahrt, wobei man stets von der Situation auf dem internationalen Pkw-Markt abhängig sei, hieß es von der Unternehmensleitung.

In den Werken Lüdenscheid/Werdohl werden zurzeit kleinere Teile gefertigt und in Ibbenbüren Großstücke. Nicht zuletzt deshalb und aufgrund der Kapazitätsgrenzen in der Bergstadt investierte man dort 10 Millionen Euro für den Ausbau (WR berichtete).

Wermutstropfen am Rande: Die Formen für die Kunststofffertigung kommen nur zum geringen Teil aus der Bergstadt. "Hier geht ein wenig Kompetenz verloren." Man sei bei mittleren und größeren Teilen auf süd- und norddeutsche Hersteller angewiesen.

Von Michael Nürenberg

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