Ärger über "Pflichtversicherung"
04.11.2007 | 15:11 Uhr 2007-11-04T15:11:00+0100
Ärger der Delegierten über den Abschluss einer Versicherung seitens des Hauptverbandes prägte das 2. Regionaltreffen des SGV Märkisches Sauerland. Manfred Kipp, SGV-Marketing-Geschäftsführer, brachte ein wenig Klarheit in das schwierige Thema.
Der Abschluss dieser Versicherung kostete die SGV-Abteilungen zunächst 3 Euro (ermäßigt 1,50 Euro) pro Mitglied und Jahr mehr. Später wurde der Betrag um die Hälfte gesenkt, da die Versicherungsprämien reduziert wurden. Vor allem zeigten sich die Delegierten darüber erbost, dass sie keine Möglichkeit hatten, während einer Versammlung ihre Mitglieder darüber zu informieren und abstimmen zu lassen.
„Die Versicherung dient nicht nur dem Schutz unserer Wegewarte und Wanderführer”, stellte Kipp klar. Auch die Ehrenamtlichen, die für den SGV Fahrten oder Ausflüge organisieren und durchführen, sowie letztendlich auch die Teilnehmer der SGV-Veranstaltungen sind im Falle eines Schadenfalles abgesichert. Ab dem Jahr 2008 wird eine Erweiterung bestehender Versicherungen vorgenommen: eine spezielle Personen- und Sachschadenhaftpflichversicherung für Veranstalter.
Neue Form der Mitgliedschaft
Ferner berichtete Manfred Kipp über eine neue SGV-plus Mitgliedschaft, die pro Jahr 75 Euro (Familien 100 Euro) kosten soll. So sollen Einnahmen erhöht werden, denn die aktuellen Mitgliedsbeiträge tragen die laufenden Kosten nur etwa zur Hälfte. Die Inhaber der Mitgliedskarte sollen im Gegenzug Vergünstigung bei Hotelübernachtungen oder Einkäufen erhalten.
Der Bezirkswegewart Jürgen Scheele und der Meinerzhagener Wegewart Adolf Müller sind mit der Zeichnung des Wanderweges „Sauerland Höhenflug”, der von Meinerzhagen ins gut 200 Kilometer entfernte hessische Korbach führen soll, beschäftigt. „Es wäre schön, wenn eine Einweihung im kommenden Jahr stattfinden kann”, sagte Willi Müller, Vorsitzender des Bezirkes Volme.
Noch sind die Schäden des Sturms Kyrill in den Waldgebieten nicht restlos beseitigt. Seitens der Landesregierung ist eine Finanzierungshilfe auch für die Neuzeichnung der Wege zugesagt. Bei der Neuzeichnung kommt auf die Wegewarte in den kommenden Monaten viel Arbeit zu.
In diesem Jahr konnte die 100-Jahr-Feier des Robert Kolb Turmes gefeiert werden. Bisher kamen 52 000 Euro für die dringende Sanierung des Turmes zusammen. Allerdings sind die umliegenden Bäume mittlerweile so hoch gewachsen, dass der Besucher kaum noch über sie hinweg sehen kann. Hier wird zunächst nach einer Lösung gesucht, unter anderem in Form einer Aufstockung des Turmes. Bis zu einer Entscheidung sind die Spendengelder gut angelegt und werden ausschließlich für eine Sanierung des Turmes eingesetzt.
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