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Galerie Schmidt

Abstraktes und Alltägliches

03.11.2010 | 16:34 Uhr
Abstraktes und Alltägliches
Frau Schmidt mit Enkel Noah Müschenborn und Tochter Tanja Müschenborn vor einem Bild von Thomas Perl und einer Skulptur von Georg Wittwer.

Lüdenscheid.Abstrakte Kompositionen auf Leinwand und Papier, ferner Skulpturen aus alltäglichen Konsumgegenständen stellt die Galerie Udo Schmidt in ihrer neuen Ausstellung, die am 12. November (18 Uhr) eröffnet wird, in einen reizvollen Kontrast. Zur spannenden Begegnung mit zeitgenössischer Kunst hat die Galerie die beiden Künstler Thomas Perl und Georg Wittwer eingeladen. Bei der Vernissage am 12. November werden beide zugegen sein. Bis 4. Dezember läuft die kontrastreiche Schau.

Einen engagierten Verfechter des „Informel“ lernen Kunstfreunde in dem gebürtigen Kölner Thomas Perl (Jahrgang 1962), der in Münster Zeichnen und Druckgrafik studierte und sich anschließend intensiv mit Bildhauerei beschäftigte, kennen. Schon während seines Studiums hatte er zahlreiche viel beachtete Einzelausstellungen. 1990 erhielt er einen Lehrstuhl für Bildhauerei an der Fachhochschule Münster.

Aus Abfall
wird Kunst

In seinen Arbeiten – abstrakten Kompositionen und Bleiobjekten – begegnen sich gestische Spontaneität und sicheres formalästhetisches Gespür. Gegenständliche Darstellungsformen rücken zugunsten spontaner, sinnlicher Mitteilungen in den Hintergrund. Urlaubseindrücke und erlebte Situationen finden in Perls Arbeiten spontanen Widerhall.

Er studiert seine Umgebung nicht nur genau, sondern zieht die Natur selbst zur Entstehung seiner Bilder heran, indem er sie mit Sand, Erde oder Ton färbt.

Georg Wittwer (Jahrgang 1959), der Skulpturen aus alltäglichen Konsumgegenständen und Objektinstallationen in Glasbausteinen zur Ausstellung mitbringt, stammt aus Koblenz und arbeitet seit 1993 als freischaffender Künstler.

Seit 1993 ist der mehrfach ausgezeichnete Bildhauer Mitglied der Künstlergruppe Bonn und Mitglied der Gruppe „Jetzt“. Von 2001 bis 2004 war er Dozent für Bildhauerei im Orientierungsbereich der Kunstakademie Düsseldorf und hat seit 2005 einen Lehrauftrag für das jährliche Landsymposium der Kunstakademie Düsseldorf in Kronenburg/Eifel inne. Wittwers Arbeiten resultieren aus einer Faszination für Formen. Aus Plastikflaschen entstehen Vogelkörper, eine Kuchenform verwandelt sich unter seinen Händen in ein Kapitell und so fort. Für die weggeworfene Flasche, ein altes Stück Metall und all die Dinge, um die sich keiner mehr kümmert, findet der gelernte Gärtner künstlerische Verwendung.

Monika Salzmann

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