Ab 2013 keine Jagdsteuer mehr
29.03.2010 | 16:03 Uhr 2010-03-29T16:03:00+0200
Lüdenscheid. Die Jagdsteuer, die Jagdabgabe und die Fütterungsverordnung sind Stichworte, die die Gemüter von Jägern erregen. Alle drei sprach Hegeringsleiterin Dorothea Zeppke-Sors während der Jahreshauptversammlung des Hegerings an.
Zu ihr hatten sich die Mitglieder im Festsaal Hohe Steinert versammelt. Ab 2013 wird die Jagdsteuer nicht mehr erhoben. Dafür mussten sich die Jäger aber verpflichten, Unfallwild zu bergen und zu beseitigen sowie über die Natur und die Jagd in Kindergärten und Schulen zu berichten.
Dorothea Zeppke-Sors warb dafür, dieser Verpflichtung um der Abschaffung „dieser überflüssigen und ungerechten Steuer” willen auch nachzukommen. Schließlich hätten Jäger beides bisher ja auch schon freiwillig getan.
Die Höhe der Jagdabgabe war 17 Jahre lang unverändert. Jetzt stieg sie um 15 Euro. Positiv sei, so die Hegeringsleiterin, dass sie künftig nur noch zweckgebunden für die Jagd ausgegeben werden dürfe.
Die Fütterungsverordnung hat die Landesregierung Ende des Jahres im Eilverfahren ohne Einbeziehung des Landesjagdverbandes geändert. Danach ist es Jägern künftig nicht mehr erlaubt, Zuckerrüben in ihren Revieren auszubringen.
So soll verhindert werden, dass sich die Wildschweine auf Grund des Nahrungsangebots extrem vermehren. Die Änderung erfolgte auf Druck der Schweinezucht- und -mastbetriebe aus Angst vor der Schweinepest. An ihr können auch Wildschweine erkranken und somit zu Überträgern der Krankheit werden.
Allerdings hoffen die Jäger, dass die geänderte Fütterungsverordnung nicht das letzte Wort ist. Laut Dorothea Zeppke-Sors wird eine Projektgruppe gegründet, in der ein vernünftiger Kompromiss zwischen den Interessen der Landwirte, des Forstes, der Wildbiologen, der Tier- und Naturschutzverbände, der Freizeitverbände und der Jäger gefunden werden soll.
Dank für die gute Hüttenbetreuung
Besonders stolz zeigte sich Dorothea Zeppke-Sors über den Schießstand in Spielwigge. Die Hüttenbetreuung wechselte Ende des Jahres von Melanie und Ingo Wacker auf Friedrich Geier und seine Frau. Für die gute Hüttenbewirtung bedankte sich Dorothea Zeppke-Sors bei dem Ehepaar Wacker mit einem Präsentkorb.
Die Hegeschau nahm wie in den Vorjahren Lothar Schröder vor. Während bei der Rehwildstrecke der Abschussplan zu mehr als 100 Prozent erfüllt wurde, sank die Strecke beim Schwarzwild von 196 im Jagdjahr 2008/2009 auf 99 im Jagdjahr 2009/2010. Den stärksten Bock mit einem Gehörngewicht von 355 Gramm erlegte Herbert Woeste im Revier Hohe Gasmert. Den zweitstärksten Bock schoss Dirk Peters im Revier Homert und den drittstärksten Mark Holthaus im Revier Brügge-Othlinghausen.
Musikalisch gestaltete der Bläsercorps der Hegeringe Lüdenscheid und Altena unter Leitung von Herbert Streppel die Hauptversammlung. Derzeit bereiten sich die Bläserinnen und Bläser auf die Teilnahme am Landesbläserwettbewerb für Jagdhornbläser in Brüggen vor. Gleiches gilt für die Versetaler Jagdhornbläser, den erst vor einem halben Jahr gegründeten zweiten Bläsercorps des Hegerings Lüdenscheid unter der Leitung von Karl-Otto Klinker.
22:45
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19:42
Die Abschaffung der Jagdsteuer ist klare Klientelpolitik der CDU.
Am 9. Mai ist Wahl. Quittung folgt.