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Zwei Männerchöre und flotte Blasmusik: Der Kontrast kam an

08.11.2009 | 20:40 Uhr
Zwei Männerchöre und flotte Blasmusik: Der Kontrast kam an

Letmathe. Da spielte das Bläsersextett temperamentvoll „Samba-Samba” - und trotzdem blieben die meisten auf den Stühlen sitzen. Hätten die Zuhörer ein wenig mehr mitgemacht, hätte das Jubiläumskonzert des Sängerbundes Letmathe am Samstag noch schöner sein können.

 „Tuband”-Klarinettist Klaus Bergmann musste sogar scherzhaft damit drohen, zu spielen aufzuhören, wenn die Leute nicht mitmachen. Nur so - und mit gestenreicher Aufmunterung - erreichte er, dass etliche Zuhörer beim Volks-Schlager „Heidi” mitsangen und wenigstens die Arme nach oben rissen.

An der Musik der Tuband, die mit der Kolpingsfamilie Letmathe verbunden ist, lag es nicht. Die Polka- und Musicalmelodien wurden auf Klarinette, Trompete, Horn und Tuba in der Gymnasiumsaula so flott geschmettert, dass sie einen erfrischenden Kontrast zu den Liedern der beiden Männerchöre bildeten.

Hauptdarsteller waren die Sänger. Und die hatten - der 140 Jahre alte Jubiläumschor Sängerbund Letmathe ebenso wie der Männerchor Oestrich - eine ganze Reihe von Liedern im Programm, die ruhig und getragen zu singen sind. Der „Abendchor” oder das „Heideröslein” waren in der Tat dazu angetan, dass man sich entspannt zurücklehnt, um sie zu genießen. Mit Hits wie „Bist du einsam heut Nacht?” und „Schuld war nur der Bossa Nova” bewiesen die Männerchöre aber auch, dass sie temperament- und schwungvoll singen können.

Der Sängerbund beeindruckte in dem über zweistündigen Konzert mit Exaktheit und Sicherheit in den Stimmen und in den Rhythmen auch gerade bei den leisen Tönen. Dabei dominierte der Tenor mit insgesamt kräftigen und einigen schönen Solostimmen. Der Männerchor Oestrich zeigte sich zwar stimmgewaltig, aber technisch nicht ganz so perfekt. Immerhin steigerte sich der Chor, der wie der Sängerbund von Viktoria Ibsch am Klavier begleitet wurde, von Lied zu Lied. Als die Oestricher zum Schluss kraftvoll die Zigeunerhochzeit intonierten, im mal ab- mal anschwellenden Ton und wechselndem Tempo zeigte sich, welches Potential in diesem Chor steckt.

Beide Chöre werden von Alma Dauwalter geleitet. „Sie fordert und sie fördert uns”, sagte der Sängerbund-Vorsitzende Clemens Aumüller in einer Ansprache. Und das bekommt beiden Chören sehr gut. Beim gemeinsam gesungenen Abschlusslied „Danke schön und auf Wiedersehen” harmonierten alle 48 Männerstimmen sehr gut.

Die Ansagen zwischen den Liedern in der zu zwei Drittel besetzten Aula waren zumeist etwas trocken und steif. Sie hätten passend zu dem Motto „Mit Musik Freude machen”, ein wenig lockerer sein können. Insgesamt aber haben die Sänger ihr Ziel, Freude zu bereiten, erreicht. Das zeigte der große Beifall.

Zwei Männerchöre und flotte Blasmusik:...

Helmut Rauer

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