Zum Volkstrauertag in neuem Glanz

Als wenn Christo Hand angelegt hätte: das Ehrenmal ist derzeit eingerüstet und mit Plastikplanen verdeckt.
Als wenn Christo Hand angelegt hätte: das Ehrenmal ist derzeit eingerüstet und mit Plastikplanen verdeckt.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Lösseler Ortsvereine haben sich bereit erklärt, das Lösseler Ehrenmal in Eigenregie zu renovieren, um so die Kosten niedrig zu halten.

Lössel..  Bereits seit einigen Jahren befindet sich das Lösseler Ehrenmal in einem beklagenswerten Zustand. Ein in Auftrag gegebenes Gutachten kam zu dem Schluss, das Ehrenmal abzureißen. Kurz darauf wurde es jedoch durch das Denkmalamt unter Schutz gestellt mit der Auflage, dieses unwiederbringliche Zeitzeugnis zu erhalten. Die Stadt bat daraufhin Fachfirmen, ein Renovierungsangebot abzugeben. Die Investitionssumme belief sich letztlich auf rund 80000 Euro, die den veranschlagten Kostenrahmen deutlich gesprengt hätte.

Die Stadt suchte daraufhin das Gespräch mit den Lösseler Ortsvereinen, die sich nach langer und intensiver Diskussion bereit erklärten haben, den größten Teil der Renovierung in Eigenleistung zu übernehmen. Als „Bauleiter“ konnte Hans-Hermann Hupach durch die Stadt gewonnen werden. Sowohl Stadtplaner Thorsten Grote, als auch Michael Knaack von der Abteilung Bauaufsicht und Denkmalpflege setzten volles Vertrauen in Hans-Hermann Hupach, der sich unter anderem als Bauleiter bei der Schauburg-Sanierung und der Renovierung der Herz Jesu-Kirche einen Namen gemacht hat.

Huipach schätzt, dass durch die Eigenleistung der Lösseler Ortsvereine und die Mitwirkung von Fachfirmen die Kosten auf rund 20000 Euro reguziert werden können.

Im Gespräch mit der Heimatzeitung bestätigte Stadtplaner Thorsten Grote den Investitionsbetrag. Der Betrag wird dem BSV Lössel, der die finanzielle Federführung übernommen hat, in zwei Chargen zu je 10000 Euro zweckgebunden zur Verfügung gestellt. Die Abrechnung mit der Stadt erfolgt dann nach Fertigstellung der Renovierung.

Derzeit ist das Ehrenmal auf dem Friedhof eingerüstet. Zum einen, damit das Bauwerk abtrocknen kann, zum anderen als Schutz für die Säuberung, die mittels eines Sand-Wasser-Gemisches unter Hochdruck erfolgt.

Damit Nebengebäude oder geparkte Autos nicht verschmutzt werden, waren die Schutzplanen unverzichtbar. Nach Aussage von Hans-Hermann Hupach ist das Lösseler Ehrenmal nicht aus Sandstein, sondern aus Beton, der anschließend mit Farbe angestrichen wurde. Durch das Sandstrahlen werden die alten Farbschichten abgetragen und durch einen fachgerechten Anstrich ersetzt. Wie Hupach weiter mitteilt, befinden sich sowohl das Fundament, als auch die Stelen und Konsolen in einem guten Zustand. Die notwendigen Arbeiten daran sind ohne größeren Aufwand zu realisieren. Hupach macht deutlich, dass er die Arbeit der Bauleitung gern übernommen hat. „Ich mache das zu Ehren der Gefallenen, die in den beiden Weltkriegen ums Leben gekommen sind“.

Ehrenmal wird ein eigenes Dach erhalten

Damit das Ehrenmal künftig nicht mehr unter den Witterungseinflüssen zu leiden hat, wird es, das schreibt auch das Denkmalamt vor, ein Dach erhalten. In den nächsten Tagen wird mit den Arbeiten begonnen. Hans-Hermann Hupach schätzt, dass die Instandsetzung im November abgeschlossen ist und das Ehrenmal bereits an Volkstrauertag in neuem Glanz erstrahlt.