Zum Jubiläum eine Gemeindefahrt nach Italien
29.07.2011 | 14:26 Uhr 2011-07-29T14:26:00+0200
Grüne. In mühevoller Kleinarbeit hat Hans-Hermann Hupach einen Überblick über die Gemeindefahrten der katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu-Grüne zusammengetragen. Darüber verfasste er folgenden Artikel.
Als am Himmelfahrtstag 1991 die erste Gemeindefahrt startete, war es ein Versuch, zusammen mit Gemeindemitgliedern, unterwegs nach Rom, Gemeinde zu leben und zu erleben.
Beglückt von den Erlebnissen dieser Reise beschloss die Gemeinde, dieser Fahrt weitere folgen zu lassen. Zunächst im Zwei-Jahresrhythmus und als später der Zuspruch größer wurde, in jedem Zwischenjahr eine kleinere Fahrt innerhalb Deutschlands in unterschiedliche Regionen mit kirchengeschichtlichem Hintergrund.
Als am Dreifaltigkeitssonntag Pastor Bernhard Röttger von der Weltkirche predigte und sagte, dass die Herz Jesu-Gemeinde ein Teil dieser Kirche sei und die einzelnen Gruppen der Gemeinde ihre Kontakte zu den unterschiedlichsten Ländern oder Völkern darstellen, dachte ich, wir, die schon bei vielen Gemeindefahrten dabei waren, haben hautnah vor Ort die unterschiedlichsten Länder und deren Menschen mit ihrem Glauben kennen und verstehen gelernt.
So waren die Grüner bereits in Italien, Österreich, Ungarn, Irland, Frankreich, Griechenland, Polen, Spanien (Santiago de Compostella) Kroatien, Andalusien und den baltischen Staaten. In allen Staaten wurden christliche Keimzellen und Heiligtümer besucht und die Grüner sind vielen Menschen begegnet.
Bei den „kleinen Gemeindefahrten“ wurden die verschiedensten Bundesländer besucht und dabei auch den Spuren des christlichen Glaubens nachgegangen. Als kürzlich im Fernsehen eine Vorschau auf den Papstbesuch im Herbst dieses Jahres gemacht wurde, zeigte der MDR eine kleine Kapelle in Thüringen im Eichsfeld. Es war die Wallfahrtskapelle Etzelbach, in der die Grüner am 4. Mai 2008 eine Sonntagsmesse gefeiert haben. Damals ein relativ unbekannter Ort, jetzt aber durch den Papstbesuch bekannt geworden. Die Kapelle ist der Aufnahme Mariens in den Himmel geweiht.
Aus Anlass der 20. Gemeindefahrt in diesem Jahr fand eine etwas längere Reise nach Italien statt. Zuerst ging es in die Toscana, vorbei an der toskanischen Hügellandschaft mit den Weinbergen und Zypressen zu den Städten Florenz, Pisa, Lucca und in das berühmte
Thermalbad Montecati Terme. Nach einer Wanderung durch das Chiantiweingebiet, natürlich mit Weinprobe und Imbiss, verabschiedeten sich die Grüner von Norditalien, um mit einer Fähre nach Palermo auf Sizilien zu fahren.
Sizilien ist eine geschichtsträchtige Insel. Eine über fast drei Jahrtausende hinweg nie abreißende Kette von Eroberern und Fremdherrschern hinterließen nicht nur zahllose Monumente. Sie formten auch die Mentalität der heutigen Bewohner.
Natürlich wurde auch ein ausgiebiger Ausflug zum Ätna, dem immer noch aktiven Vulkan, gemacht. Nachdem einige wichtige Städte wie Taormina, Catania, Cefalu und Palermo und die Meerenge von Messina besichtigt hatten, verließen die Grüner am neunten Tag der Gemeindefahrt die Insel mit der Fähre nach Genua. Am nächsten Tag wurde am Lago Maggiore noch eine Zwischenübernachtung eingelegt, bevor es am elften Tag durch die Schweiz wieder Richtung Heimat ging.
Eine großartige Fahrt war zu Ende. Es wurde allen Organisatoren und den vielen Helfern dieser und aller Fahrten Dank ausgesprochen.
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