Zeitung steht zu Redaktion in Letmathe
21.09.2011 | 17:17 Uhr 2011-09-21T17:17:33+0200
Letmathe.Letmathe biete von seiner Tradition und Größe allemal Stoff für einen vernünftigen Lokalteil. Deshalb bestehe auch die klare Absicht, die Lokalredaktion Letmathe zu erhalten. Das hat der Redaktionsleiter der Heimatzeitung, Thomas Reunert, in einem Vortrag im Bonhoeffer-Gemeindehaus betont.
Auf Einladung des Männertreffs nahm Reunert zu Befürchtungen Stellung, die Redaktion Letmathe würde „scheibchenweise“ verkleinert und dann aufgegeben. Solche Absichten bestünden nicht, versicherte der Redaktionsleiter. Er räumte zwar ein, dass die personelle Besetzung der Redaktion in Letmathe reduziert worden sei. Gleichzeitig erklärte er jedoch, es werde auch künftig in einer Weise über Letmathe berichtet, die der Bedeutung des Stadtteils entspricht. Dies werde durch eine engere Verzahnung mit der Iserlohner Lokalredaktion sichergestellt, etwa in der Form, dass „natürlich auch Iserlohner Redakteure über Veranstaltungen in Letmathe berichten“.
Thomas Reunert bat um Verständnis dafür, dass auch die Heimatzeitung aufgrund Veränderungen wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, die die gesamte Zeitungsbranche treffen, mit strafferen Personal schlüsseln arbeiten müsse als früher. Im Zuge einer notwendig gewordenen internen Stellenausschreibung habe sich der Redakteur Reinhard Köster nach jahrzehntelanger Arbeit in Letmathe für einen Wechsel in die Redaktion Hemer entschieden. Mit den Redakteuren Hartmut Becker und Helmut Rauer, letzterer mit einer Teilzeitstelle, hätten die Letmather aber nach wie vor feste Ansprechpartner in Letmathe.
Wie sich in der anschließenden Diskussion herausstellte, hat auch die seit einigen Monaten neu gestaltete Letmathe/Rundblick-Seite in Teilen zu Irritationen geführt. Mehrere der 50 Teilnehmer des Abends bemängelten zudem, dass zu wenig über Hohenlimburg berichtet werde. Reunert erklärte, das Konzept für diese neue Seite sei nicht endgültig, sie müsse und solle in jedem Fall verschiedenen Leserinteressen gerecht werden.
Allgemein zeigte sich Thomas Reunert dankbar für Anregungen und Kritik. Es werde auch weiterhin daran gearbeitet, die Zeitung - trotz aller notwendiger Umdenkungsprozesse - weiter zum Wohle der Leser zu verbessern. Die neue Technik und die Nutzung von Synergieeffekten böten einige Möglichkeiten. „Sie sind nicht nur unsere Leser, sondern auch unsere Kunden,“ betonte Reunert. Es sei das Ziel der Heimatzeitung, zufriedene Kunden zu haben.
Pfarrer Burckhardt Hölscher bedankte sich bei Thomas Reunert für das „offene, einfühlsame Gespräch“. Die von Thomas Reunert ausgesprochene Einladung zu einer Besichtigung des Druck- und Verlagszentrums Hagen-Bathey nahm er gerne an.
17:46
Der Erhalt der Letmather IKZ-Redaktion ist ein gute Nachricht. Letmathe lebt ein eigenes Leben, über das auch aus einer Letmather Redaktion und nicht von der Zentrale in Iserlohn berichtet werden muss. Gut auch, dass wir nun alle lesen können, was die Letmather schon länger stört, der Wegfall der Berichte über die Nachbarn in Hohenlimburg. Was juckt den Letmather, wenn auf dem Friedhof im fernen Hemer mal wieder eine Gießkanne umgefallen ist. Doch von wirklich wichtigen Ereignissen direkt nebenan, bei den Hohenlimburgern, erfährt er nichts. Das passt nicht zusammen.