XXXL-Verkauf: Iserlohn-Dröschede darf Möbelhaus wohl behalten

Der Besitzer wechselt: Die Sonneborn-Häuser gehören jetzt der XXXL-Gruppe aus Österreich, auch wenn das Bundeskartellamt noch zustimmen muss.
Der Besitzer wechselt: Die Sonneborn-Häuser gehören jetzt der XXXL-Gruppe aus Österreich, auch wenn das Bundeskartellamt noch zustimmen muss.
Foto: Oliver Bergmann
Was wir bereits wissen
„Der Standort Iserlohn-Dröschede wird unverändert weitergeführt“, sagt Thomas Hollweg, Noch-Geschäftsführer der Möbelhaus-Gruppe. Das habe der Käufer, die XXXLutz-Gruppe zugesichert.

Dröschede.. Der Verkauf der Sonneborn-Gruppe an den Möbel-Riesen XXXLutz hat die Frage aufgeworfen: Was wird aus dem Möbelhaus in Dröschede und seinen 62 Mitarbeitern?

„Alles bleibt wie es ist“, erklärte Thomas Hollweg, neben Marion Sonneborn Noch-Geschäftsführer der Sonneborn-Gruppe, am Mittwoch auf Anfrage der Heimatzeitung. „Der Standort Iserlohn wird unverändert weitergeführt“.

Die Käufer des Unternehmens hätten versichert, dass das 11.500 Quadratmeter große Möbelhaus in Dröschede bestehen bleibt und sämtliche Mitarbeiter dort bei unveränderten Arbeitsverträgen weiter beschäftigt würden.

Möbelriese hat 215 Standorte verschiedener Größe

Hollweg, der nach eigenen Angaben in Kürze in ein Unternehmen einer anderen Branche wechseln wird, sieht keine Gefahr, dass das Sonneborn-Haus in Dröschede wegen seiner relativ bescheidenen Größe einer Streichaktion zum Opfer fallen würde.

Möbelbranche Die neue Eigentümerin, die XXXLutz-Gruppe, sei nicht ausschließlich auf riesige Möbelmärkte festgelegt, sie verfüge vielmehr über ein reichhaltiges Portfolio mit Häusern von sehr unterschiedlicher Größe an 215 Standorten.

Selbst wenn sich die neue Geschäftsführung entschließen sollte, auf dem großen, von Sonneborn vor ein paar Jahren erworbenen Grundstück in Hagen ein weiteres neues Möbelhaus zu bauen, würde dies nicht das Aus für Iserlohn bedeuten, unterstrich Hollweg. Das hätte seines Erachtens keinen Einfluss auf Dröschede, „denn Iserlohn ist immer ein sehr bedeutender Standort gewesen .“

Bundeskartellamt muss Verkauf noch zustimmen

Zu den Gründen für den Verkauf der kompletten Sonneborn-Gruppe führte Hollweg an, es sei ihm und Marion Sonneborn darum gegangen, den Bestand der Sonneborn-Möbelhäuser langfristig zu sichern. Und das sei durch die Eingliederung in die Unternehmensgruppe eines Weltmarktführers am besten gewährleistet. In einer finanziellen Notlage habe sich die Gruppe nicht befunden.

Zum Verkaufspreis wollte sich Hollweg nicht äußern. Er rechnet fest damit, dass die Transaktion in einigen Wochen vom Kartellamt genehmigt werden wird.

Nach vergeblichen Versuchen, den Betriebsrat tagsüber telefonisch zu sprechen, bekam die Redaktion am Mittwoch zwischen 16.30 und 17.30 Uhr zweimal die telefonische Antwort, sich doch an die Pressestelle bzw. Geschäftsleitung zu wenden. Dort war in demselben Zeitraum aber niemand zu erreichen.