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Goldhochzeit

Wandern in den Bergen ist ihre große Leidenschaft

20.05.2010 | 15:34 Uhr
Wandern in den Bergen ist ihre große Leidenschaft

Pillingsen. „Er hat wunderbare Kopfballtore gemacht“, schwärmt Irmgard Zambanini, wenn sie ein paar Jahrzehnte zurückblickt. Seit Donnerstag, 20. Mai, ist sie mit dem damals so erfolgreichen Mittelstürmer der SG Grüner Elf 50 Jahre verheiratet.

Auch wenn der heute 74-jährige Otto Zambanini die Fußballschuhe schon vor langer Zeit an den Nagel gehängt hat, sportlich ist er geblieben. Und das gilt für seine drei Jahre jüngere Ehefrau Irmgard nicht minder. Das Wandern ist seit Jahrzehnten die ganz große Leidenschaft des goldenen Jubelpaars.

Immer wieder zieht es das sportliche Paar in die Tiroler Berge - jedes Jahr ein oder zwei Mal. Und immer wieder in denselben Ort: nach Elmau zum Wilden Kaiser. In den 60er Jahren reisten die Jungverheirateten sogar mal mit dem Motorrad an. „75 Mal sind wir schon dort gewesen“, hat Irmgard Zambanini ausgerechnet. Und so fit, wie sie sich am Tag der Goldhochzeit fühlten, werden die beiden die Hundert zweifellos noch voll machen.

Dabei ist die Fahrt in die Tiroler Berge für Otto Zambanini jedes Mal auch irgendwie eine Reise in die Vergangenheit Sein Großvater war im 19. Jahrhundert zusammen mit weiteren Bewohnern des selben Dorfes aus Südtirol ausgewandert. In den Letmather Kalkwerken fanden die Emigranten Arbeit und in der näheren Umgebung eine neue Heimat.

Nicht nur Otto Zambaninis Vater arbeitete in den Kalkwerken, sondern auch der Vater seiner künftigen Braut. Die Kinder brachten den Vätern das Essen, so lernten sich die beiden in jungen Jahren kennen. Aber erst später, als sie sich in der Nähe des Letmather Bahnhofs über den Weg liefen, „funkte es“ zwischen Ihm und Ihr.

Mit Irmgard, geb. Wittek, hat Otto Zambanini, ein „echtes Helmker Mädchen“ geheiratet. Den Lebensunterhalt für die Familie verdiente er als Schleifer in der Fabrik Michels & Breuker. 1972 kauften die Zambaninis ein Haus von den Kalkwerken in der Helmke. Erst vor einem Jahr sind die beiden zu ihrem Sohn Ralf nach Pillingsen gezogen, wo sie die gute Nachbarschaft und die herrliche Umgebung schätzen.

Groß gefeiert wird mit Sohn, Schwiegertochter und Enkelin sowie vielen weiteren Verwandten und Bekannten am kommenden Samstag. An fröhlicher Stimmund und guter Laune soll es dann im Gasthof „Zum Schälk“ nicht mangeln.

Helmut Rauer

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