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Wahrzeichen mit traumhafter Aussicht

24.06.2008 | 14:54 Uhr
Wahrzeichen mit traumhafter Aussicht

Letmathe. „Der Humpfertturm ist in den vergangenen Jahren zu einem Wahrzeichen von Letmathe geworden”, so Vizebürgermeister Michael Scheffler bei der Feierstunde zum 100-jährigen Bestehen des Turmes.

Jung und Alt hatten den Weg zum Carl-Hassel-Turm, im Volksmund als Humpfertturm bekannt, gefunden. Der Vorsitzende des SGV Letmathe, Günter Cornelius, begrüßte die zahlreichen Besucher und wies darauf hin, dass der Turm am 21. Juni 1908 eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben wurde. „Ohne den SGV gäbe es den Turm nicht und ohne die Stadt gäbe es den Turm nicht mehr”, übergab Cornelius elegant das Wort an Michael Scheffler. Dieser würdigte den Humpfertturm als beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel. Scheffler lieferte einen historischen Überblick über die Geschichte des Bauwerkes, das bereits auf zwei hölzerne Vorgänger zurückblicken kann: „Der Turm steht mit 292 Metern am höchsten Punkt des eigentlichen Letmathe”, führte Scheffler aus. Mit Geldern des SGV, der hiesigen Gemeindeverwaltung und Zuschüssen aus Hohenlimburg wurden 4250 Mark erbracht, um das Bauwerk errichten zu können. Michael Scheffler erläuterte weiter, dass der Turm 1941 in zu Ehren des Gründers und langjährigen Vorsitzenden des SGV Letmathe in Carl-Hassel-Turm umbenannt wurde. 1980 sollte der Turm von der Bildfläche verschwinden. Die Stadt Iserlohn übernahm das Bauwerk jedoch und sorgte für eine umfassende Renovierung. „Wir sollten uns freuen, dass wir den Turm haben” zog Michael Scheffler ein Resümee.

Harald Kahlert war als Schatzmeister des SGV-Hauptvereines in Vertretung von Peter Kracht gekommen und wies darauf hin, dass er bereits vor 20 Jahren zum 80-jährigen Bestehen des Turmes ebenfalls mit Michael Scheffler vor Ort war. „Ihr Letmather habt mir immer sehr am Herzen gelegen, deshalb bin ich gerne gekommen”, erntete Kahlert spontanen Applaus von den Besuchern. Er schilderte in einem kleinen historischen Rückblick, was im Jahr 1908 auf der Welt passiert ist und richtete schließlich den Blick in die Zukunft. „Wir haben eine starke gesellschaftliche Aufgabe”, machte Kahlert deutlich, dass ihm der Nachwuchs des SGV am Herzen liegt. So pries er das Wandern als günstige Alternative und ideale Nachwuchssportart an und stieß damit bei seinen Zuhörern auf offene Ohren.

Zu einen richtigen Geburtstag gehört natürlich auch ein Ständchen und so schallte es mit der Unterstützung des Bläserensembles der Musikschule aus zahlreichen Kehlen „Zum Geburtstag viel Glück” über die Humpfert. Im Anschluss ließen es sich die Besucher nicht nehmen, den neun Meter hohen Turm zu erklimmen. Einmal oben angekommen, lässt sich bei gutem Wetter die herrliche Aussicht in Richtung Hohenlimburg, Wiblingwerde, zum Dortmunder Floriansturm und sogar bis nach Hamm-Rhynern genießen.

Nach der Feierstunde ging es wieder in Richtung SGV-Heim, wo bereits seit dem Vormittag das Sommerfest des Vereins lief. Freuen durften sich die Teilnehmer der Foto-Safari. Eva Hafke hatte mit einer Baumwurzel das Siegerfoto geknipst. Mit gelungenen Schnappschnüssen waren Tim Brise, Niclas und Tobias Kuhlig und Josef Frielinghausen vertreten.

Dennis Pusch

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