Waghalsige Sprünge an einem lauen Plätzchen

Stadtplaner Thorsten Grote, Baudezernent Mike Janke und Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens (v.l.)  zeigten sich begeistert von dem Ergebnis. Zwei Radler vom ADFC, darunter der 75-jährige Willi Kneer (l.), nutzten die Gelegenheit zu einem Plausch mit den  Vertretern der Stadt.
Stadtplaner Thorsten Grote, Baudezernent Mike Janke und Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens (v.l.) zeigten sich begeistert von dem Ergebnis. Zwei Radler vom ADFC, darunter der 75-jährige Willi Kneer (l.), nutzten die Gelegenheit zu einem Plausch mit den Vertretern der Stadt.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Arbeiten am Bike-Park und die Sanierung der Kreisbahnbrücke sind abgeschlossen.

Letmathe..  Was hatte es nicht im Vorfeld der Sanierung der alten Kreisbahnbrücke für Diskussionen gegeben, als es um den Anstrich des Bauwerks ging. „Blau statt Grau“ wurde überwiegend von Bürgerinnen und Bürgern in Gesprächen und Leserbriefen gefordert.

Die Stadt bestand aber auf einem Grauton. „Das Ergebnis bestätigt uns in unserer Ansicht“, so Baudezernent Mike Janke. Ihm pflichteten Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und Stadtplaner Thorsten Grote bei. „Der graue Anstrich bringt die Brückenkonstruktion als Zeichen der Industrialisierung gut zur Geltung. Ein Blau hätte weder für das Bauwerk noch in die Natur gepasst“, waren sich beide sicher.

Nachdem die Sanierung der Brücke und der Bau des darunter liegenden Dirt-Bike-Parks (die offizielle Einweihung ist am 5. September) abgeschlossen sind, haben die Vertreter der Stadt das Ergebnis begutachtet und zeigten sich begeistert von dem Areal, das Bikern nicht nur zahlreiche sportliche Möglichkeiten eröffnet, sondern auch Spaziergängern ganz neue Blicke auf die Lenne ermöglicht.

Für Dirt-Biker und BMX-Fahrer wurden auf dem 4800 Quadratmeter großen Areal vierzehn Sprunghügel in unterschiedlichen Höhen modelliert. Entstanden sind zwei Fahrstrecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.Die eine „Dirtline“ ist für Anfänger, die andere für Fortgeschrittene geeignet. Zudem gibt es noch einen 2,5 Meter hohen Starthügel. Die Sprunghügel für die Anfänger haben eine Höhe von einem Meter, bei den Fortgeschrittenen sind es zwei Meter. Außerdem ist im östlichen Teil des Parks ein „Pumptrack“ entstanden.

Der Bike-Park liegt quasi direkt am Flussufer, an der Planung und beim Bau waren die jungen Biker stets beteiligt. Auffallend ist, dass sich der Bike-Park direkt am Flussufer liegt. Was ist bei Hochwasser?

„Dann liegt der Bike-Park unter Wasser“, gibt sich Stadtplaner Thorsten Grote offen. „Das wissen auch die Biker. Für sie ist das kein Problem, denn Dirk-Biker verbringen fast Zweidrittel ihrer Zeit damit, die Strecke zu modellieren oder Sprünge zu verändern. Die Strecke ist einer ständigen Veränderung unterworfen. Man muss nicht glauben, dass sie in einem Jahr noch so aussieht wie jetzt!“

Fördermittel von EU und NRW im Rahmen der „Regionale“

Die Kreisbahnbrücke hat bei der Sanierung einen neuen Fahrbahnbelag erhalten, die Betonpfeiler wurden repariert und es gab einen neuen Anstrich. Radler und Fußgänger haben jetzt Gelegenheit, direkt auf die Lenne zu blicken.

Die Kosten für den Bike-Park betrugen 85000 Euro, die Brückensanierung hat 613000 Euro gekostet. Beide Maßnahmen wurden durch Zuwendungen der EU und des Landes NRW gefördert.