Vatertagsvergnügen für die ganze Familie
22.05.2009 | 14:36 Uhr 2009-05-22T14:36:00+0200
Letmathe. Für alle, die den Himmelfahrtstag als Gelegenheit zu feuchtfröhlicher Geselligkeit ansehen, waren die Bedingungen in diesem Jahr maßgeschneidert: wunderbares, nicht zu heißes Sommerwetter bescherte den öffentlichen Veranstaltungen riesigen Andrang.
Traditionell die meisten Menschen erlebten auch diesmal die „Musik im Park” des Heimatvereins Letmathe im Volksgarten. Schon beim Gottesdienst in der Musikmuschel konnte sich Pfarrer Burckhardt Hölscher über viele Besucher freuen. Als anschließend die Musikerinnen und Musiker der Kolping-Concertband zu den Instrumenten griffen, füllte sich der nördliche Teil des Parks zusehends mit Kindern und Erwachsenen. Aus den Zelten und Pavillons der Gastronomen duftete es verführerisch nach allerlei Köstlichkeiten, an den Zapfstellen schäumte der Gerstensaft. Wie immer superfreundlich und noch dazu mit neuen, schmucken Schürzen lockten die Damen des Hausfrauenbundes mit frischen Waffeln und Kaffee. Viele Familien oder Freundeskreise zogen es vor, am Rande des eigentlichen Trubels auf den Wiesen zu picknicken, was das Gesamtbild noch bunter werden ließ.
Großen Spaß verbreitete Wolfgang der Magier, und etliche Kinder drehten auf dem Rücken der bereitstehenden Ponys eine Runde durch den Park. Nicht nur Kinder, sondern auch neugierige Väter warfen einen Blick in die Fahrzeuge der Löschgruppe Stübbeken, die sich im Park präsentierte.
Am Nachmittag übernahm Jens Dreesmann als Ein-Mann-Orchester die Versorgung mit Musik von der Concertband und spielte bis weit nach 17 Uhr. Und es dauerte nochmals knapp zwei Stunden bis die letzten Gäste abzogen und alle Beteiligten zusammen mit dem Heimatvereinsvorsitzenden Udo Gantenbrink erschöpft, aber rundum zufrieden eine erste Bilanz zogen.
Enormen Zulauf hatte auch wieder das Biwak der Dröscheder Ortsvereine im Naherholungsgebiet, wo diesmal die Borussen die Rolle der Gastgeber übernommen hatten. Neben den Dröschedern, die zum Teil schon zu dem von Pfarrerin Ulrike von Meyer gehaltenen Gottesdienst auf die Rauhe Hardt gekommen waren, profitierte das Fest von vielen Vatertagswandern, die das Biwak zur Rast nutzten oder ihre Tour dort ausklingen ließen. Beifall und Anerkennung erntete der MGV „Liedertafel”, der schon den Gottesdienst mitgestaltet hatte und später auch noch einige weltliche Lieder zum Besten gab.
Rund um die Alte Schule in Grürmannsheide summte es von morgens bis abends wie um einen Bienenkorb. Auch dort wurde das Biwak der Bürgerschützen mit einem Gottesdienst eröffnet. Ein auch mit Mineralwasser bestens gelaunter Pfarrer Peter Stuberg tummelte sich noch am Nachmittag unter den Besuchern. Der BSV-Vorsitzende Ralf Breer freute sich vor allem über die vielen Familien, die den Weg zu alten Schule gefunden hatten. Er und seine Vereinskameraden hatten alle Hände voll zu tun, Jung und Alt mit allem zu versorgen, was deren Herz begehrt - nicht zuletzt die riesige Auswahl an Kuchen und Torten.
Die friedlich-fröhliche Atmosphäre konnte auch ein ärgerlicher Zwischenfall am Rande des Biwaks nicht trüben. Aus einem hirnlosen Flaschenwurf, der zufällig einen jungen Mann am Kopf traf und eine blutende Platzwunde hinterließ, entwickelte sich eine heftige Rangelei. Ralf Breer und ein paar andere Schützen gingen unerschrocken innerhalb weniger Sekunden dazwischen, trennten die Streithähne, und verfrachteten sie zum Schutz der anderen Gäste vom Gelände auf die Straße. Nach wenigen Minuten traf die Polizei ein, kühlte das Mütchen der Wüteriche weiter hinunter und überzeugte den Verletzten, seine Wunde ärztlich behandeln zu lassen.
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