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Tierquälerei im Nordfeld: Zwei Igel sind Opfer

20.06.2007 | 09:35 Uhr

Letmathe. (kör) Ursula Schmenkel, Leiterin der Igelschutz-Station Iserlohn, ist fassungslos: Offenbar sind im Nordfeld innerhalb weniger Tage gleich zwei Igel Opfer brutaler Tierquälerei geworden.

Das erste der beiden Tiere hatte eine Bekannte von Ursula Schmenkel am vergangenen Montag entdeckt. Es lag tot in einem Gebüsch direkt an der Straße Im Nordfeld unterhalb der dortigen Schule. Der Igel war offenbar an den Hinterbeinen gepackt und regelrecht auseinandergerissen worden. Gestern morgen fand sich ganz in der Nähe der zweite Igel, ebenfalls tot, wenngleich ohne auf den ersten Blick sichtbare äußere Verletzungen.

Die Bekannte wandte sich nun spontan an Ursula Schmenkel, die sich die beiden toten Igel sofort bringen ließ. Die nähere Untersuchung der Tiere ließ das "Tiere in Not"-Vereinsmitglied und Igelschützerin schaudern: das zweite, ausgewachsene und prächtige Tier war am ganzen Körper geschwollen und blutunterlaufen. Ursula Schmenkel zur Heimatzeitung: "Der Igel wurde zweifelsohne totgetreten. Vermutlich hat jemand mit dem zusammengerollten Tier Fußball gespielt."

Was unglaublich klingt, ist für Igelschützer seit langem bittere Wahrheit. Immer wieder können Zeitgenossen der Versuchung nicht wiederstehen, gegen einen durch Zusammenrollen Schutz suchenenden Igel zu kicken. Verletzungen bei den Tieren sind die zwangsläufige Folge.

Doch solche Brutalität wie bei den beiden Igeln aus dem Nordfeld ist selbst für Ursula Schmenkel ungewöhnlich. Deshalb wird sie auch Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten. Für Ursula Schmenkel scheidet ganz klar aus, dass Autos oder andere Fahrzeuge für den Tod der Igel aus dem Nordfeld verantwortlich sind. Das erste Tier hätte aufgrund seiner Verletzungen überhaupt nicht mehr bis an den Fundort kriechen können. Und auch das zweite ist keinesfalls überfahren worden. Auch Hunde oder Katzen scheiden als Verursacher der schlimmen Verletzungen nach Meinung der Expertin aus. Ursula Schmenkel appelliert an alle tierlieben Menschen - nicht nur im Nordfeld - die Augen aufzuhalten und dabei zu helfen, Tierquälern das Handwerk zu legen. Sie bittet jeden, der Hinweise auf die Täter geben kann, sich an die Polizei zu wenden.

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