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Schüler fordern und fördern

"Tag der offenen Tür" an der Realschule

18.01.2009 | 17:09 Uhr
"Tag der offenen Tür" an der Realschule

Letmathe. „Die Realschule versteht sich als leistungsorientiere Schulform und wir haben es uns zum Ziel gesetzt, die Schülerinnen und Schüler sowohl zu fordern, als auch zu fördern und zudem ihre schlummernden Talente zu wecken”.

Beim „Tag der offenen Tür” der Realschule am Samstag konnte Schulleiterin Gisela Scholte rund 100 interessierte Eltern in der Schul-Aula begrüßen. Die Kinder der Erziehungsberechtigten werden in diesem Jahr die Grundschule verlassen, um eine weiterführende Schule zu besuchen. Der „Tag der offenen Tür” sollte nun dazu dienen, damit sich die Eltern und die Viertklässler umfassend über den Bildungsweg an der Realschule informieren konnten. Bei der Realschule genießt der Fachunterricht absoluten Vorrang und es werden zwei Fremsprachen gelehrt, Englisch und Französisch. Zudem legt die Realschule großen Wert auf die Förderung der Sekundärtugenden wie beispielsweise Pünklichkeit und Sorgfalt. Derzeit werden an der Von-der-Kuhlen-Straße 800 Schüler unterrichtet.

Der Bildungsgang an der Realschule ist in drei Abschnitte unterteilt. In den ersten Wochen und Monaten werden die unterschiedlichen Ausgangsvoraussetzungen, die die Viertklässler aus ihrer Grundschulzeit mitbringen, angeglichen. Zudem werden ihnen elementare Dinge eines erfolgreichen Lernens vermittelt. So erhalten die Kinder in der Klasse 5 wöchentlich für eine Stunde Tipps, wie man beispielsweise effektiv Vokabeln lernt oder seine Hausaufgaben macht. Ab Klasse 6 wird als zweite Fremdsprache Französisch unterrichtet. Dieses Fach gilt allerdings nicht als versetzungrelevant, das bedeutet, ein Mangelhaft würde nicht die Versetzung gefährden, ein „Befriedigend” dagenen kann eine schlechtete Note in einem anderen Fach ausgleichen. In der Klasse 6 entscheidet sich dann auch, ob der Jugendliche ein „Realschüler” wird, oder ob es nicht besser wäre, in eine andere Schulform zu wechseln. Wurde gewechselt, ist ein „Zurück” nicht mehr möglich. Eine Wiederholung der Klasse 6 ist nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen möglich, darüber entscheidet eine Konferenz. In Klasse 7 kommt neben Deutsch, Englisch und Mathematik ein viertes Hauptfach hinzu, zur Auswahl stehen Technik, Informatik oder Kunst.

Die Klasse 8 gilt dann der Berufswahlvorbereitung, die sich in der Jahrgangsstufe 9 noch einmal verstärkt. Die Berufswahlvorbereitung beinhaltet beispielsweise ein Bewerbungstraining und ein Praktikum in Betrieben. Das Ende der Realschulzeit folgt mit dem Abschluss der Klasse 10. Zwei Abschlüsse können erreicht werden: Die Fachoberschulreife, die zum Besuch einer FOS berechtigt oder die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk. Sie berechtigt zum Besuch der gymnasialen Oberstufe, um dann das Abitur machen zu können. Abgerundet wurde der „Tag der offenen Tür” mit einer „Schnuppertour” durch die Schule, dabei konnten sich die Eltern und ihre Kinder noch über den bilingualen Unterricht oder die Bläserklasse informieren. Natürlich gab es auch eine „Modenschau”, bei der die Schulkleidung der Realschule vorgestellt wurde. Gisela Scholte: „Die Realschule ist eine gute Alternative im Bildungssystem”.

Hartmut Becker



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