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Bürgerbewegung Letmathe

„Sprachrohr der Bürger,

25.03.2011 | 15:26 Uhr
„Sprachrohr der Bürger,
Bei der Versammlung, zu der Ulrich Luther und Udo Gantenbrink ins Steakhaus an der Lenne eingeladen hatten, wurde die Bürgerbewegung Letmathe gegründet.

Letmathe.Ich bin erst zufrieden, wenn 3000 Beitrittserklärungen ausgefüllt sind.“ Ob Übertreibung oder nicht - Ulrich Luther hat am Donnerstag für seine neugegründete „Bürgerbewegung Letmathe“ große Ziele verkündet.

Im „Steakhaus an der Lenne“ stellte er klar, dass ein breiter Rückhalt in der Bevölkerung notwendig sei, um für die Interessen des Stadtteils zu kämpfen. Der Anfang ist gemacht - an einem Abend mit rund 40 Teilnehmern und ohne große Emotionen. Am Ende einer eineinhalbstündigen Diskussion hoben fast alle Anwesenden die Hand für die neue Bewegung. Etliche füllten sofort die ausliegenden Beitrittserklärungen aus.

„Was uns auf die Palme bringt: Es ist viel für Letmathe versprochen, aber wenig getan worden“, hatte Luther gleich zu Beginn seine Beweggründe auf den Punkt gebracht. Beispiele zu finden, fiel ihm nicht schwer: Der Volksgartenteich ist noch nicht ausgebaggert, der Stadtumbau Genna wurde gestrichen, der Ausbau der Bergstraße lässt auf sich warten und vieles mehr.

„Da passieren Dinge und die Bürger wissen gar nicht was los ist,“ kritisierte Luther auch den mangelnden Informationsfluss. Zudem machte er seinem Unmut Luft, dass Millionen in Iserlohn investiert würden statt in Letmathe. Er nannte die „südliche Innenstadt“, die dem Projekt Genna vorgezogen wurde und kommentierte: „Wir fühlen uns ausgetrickst“.

Hartmut Bogatzki (CDU) nahm bei fast allen Kritikpunkten den Faden auf und äußerte Verständnis für den Ärger der Bürger. Die Verwaltung gehe nicht immer gut mit Letmathe um und entscheide, ohne die Politiker zu fragen. Das machte er an den Beispiel en Volksgartenteich und Regionaleprojekt Genna fest.

„Es ist gut, dass Druck gemacht wird“, machte Bogatzki der Bürgerinitiative Mut. Der CDU-Ratsherr regte an, regelmäßig Bürgerversammlungen zu Letmather Themen zu veranstalten. Luther schlug Sprechstunden der Verwaltung im alten Rathaus vor.

„Wir verstehen uns als Sprachrohr der Letmather Bürger und als Bindeglied zur Politik“, erklärte Udo Gantenbrink als Mitinitiator. Die Bewegung wolle kein Verein sei und kassiere keine Beiträge. „Eine feste Insitution wie etwa ein Bezirksausschuss ist uns zu starr.“ Als Diskussions- und Informationsplattform soll die Tageszeitung dienen sowie ein Forum im Internet.

Der Abriss der Villa an der Friedensstraße sei ein Trauerspiel mit dramatischen Auswirkungen, aber wohl nicht mehr zu verhindern, beklagte Gantenbrink. Umso wichtiger sei es, mit der Bürgerbewegung künftigen Fehlentwicklungen vorzubeugen. Rainer Großberndt von der Werbegemeinschaft malte ein düsteres Bild: Letmathe drohten weitere gravierende Verluste. Er nannte das Beispiel einer Krankenkassengeschäftsstelle, der Sportvereine, die nach Iserlohn gezogen würden und den Humpfertturm. Glücklicherweise sei es gelungen, die Stadtverwaltung davon zu überzeugen, dass Iserlohn nicht nur am Baarbach, sondern mit Letmathe auch an der Lenne liege. Deshalb setze er große Hoffnung darauf, dass neben Rad- und Wanderwegen auch eine Lennepromenade mit Café gebaut würde.

Helmut Rauer

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Kommentare
27.03.2011
12:16
„Sprachrohr der Bürger,
von freebird | #4

3000 Unterschriften will der Herr sammeln? Dann wünsche ich ihm viel Glück.

Ich kann mich bis auf den ersten Post allen Posts anschließen. Letmathe ist keine eigenständige Stadt mehr und muss eben wie jeder andere Stadtteil von Iserlohn behandelt werden. Letmathe hat doch vergleichsweise auch Glück. Wo kann man gratis parken in Iserlohn-Zentrum? In Iserlohn-Letmathe kann man auf dem Neumarkt den GANZEN Tag gratis parken und auf dem Parkplatz unterhalb auch zwei Stunden. Das ist ein großer Attraktivitätsfaktor, der aber gern von dieser fadenscheinigen Bürgerinitiative übergangen wird. In Iserlohn-Zentrum wollte man schon bei der Fachhochschule Parkraumbewirtschaftung einführen und über Letmathe wurde nicht einmal nachgedacht. Zudem stell ich die Frage, wieso nie darüber nachgedacht wurde, das Aquamathe zu schließen. Wir haben nun drei Freibäder in Iserlohn: Schleddenhof, Heidebad und Aquamathe. Komischerweise wird, wenn über Schließungen gesprochen wird, stets das Aquamathe ausgespart. Benachteiligung? Fehlanzeige!

Jetzt wird von der Bürgerinitiative moniert, dass die südliche Innenstadt dem Projekt Genna vorgezogen wurde. Als wenn das alleine eine Entscheidung im Iserlohner Rathaus gewesen wäre. Vergegenwärtigen sich die Initiatoren nicht, dass die gesamten Projekte von Fördergeldern abhängig sind und dass diese von der EU oder vom Bund bewilligt werden. Da bleibt ja wohl kaum Entscheidungsfreiheit für die Stadt Iserlohn übrig. Zudem wurde sogar versucht, beide Projekte zu fördern. Benachteiligung durch die Stadt Iserlohn? Fehlanzeige!

Der Abriss der Villa in der Friedensstraße, in der meines Erinnerns nach der Jugendtreff beheimatet war, wird hier als Trauerspiel bezeichnet. Man sollte sich aber noch mal die Gründe dafür vor Augen führen. Wer bitte schön hätte dafür zahlen müssen, dass dieses Gebäude aufwendig saniert und in stand gehalten werden muss? Die Stadt. Es hätte sich ja eine Privatperson einschalten können, um dieses Gebäude zu kaufen.

Abschließend möchte ich noch feststellen, dass Letmathe sich doch gar nicht beschweren braucht. Nominell ist/war doch Letmathe in den letzten Jahren im Iserlohner Stadtrat gut vertreten. Mike Janke wohnte lange Zeit im Stübbecken-Letmathe, Hartmut Bogatzki wohnt derzeit in Letmathe. Einer ist derzeitiger Fraktionsvorsitzender der SPD, der andere ehemaliger Bürgermeisterkandidat der CDU. Zudem hat Letmathe Timo Pradel von der NPD! Der kümmert sich zwar lieber um irgendwelche Moscheebauten und führt den Gleichheitsgrundsatz und die Religionsfreiheit ad absurdum, aber eigentlich wäre der auch ein Ansprechpartner für die Letmather. Jedenfalls nach seiner Auffassung.

Noch einmal zu Herrn Bogatzki: Es wundert mich, dass dieser sich der Bürgerinitiative so zugeneigt zeigt. Er hat doch selbst in den vergangenen Jahren für die Vorhaben und Projekte gestimmt, die jetzt von der Initiative moniert werden. Er war schließlich Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat Iserlohn. Und nun tut er so, als wenn er damit nichts zu tun gehabt hätte. Manche würden das als Fähnlein im Wind bezeichnen, ich bezeichne das als Heuchlerei!

27.03.2011
10:01
„Sprachrohr der Bürger,
von BVBDauerkarte | #3

Das selbsternannte „Sprachrohr der Bürger sollte sich mal überlegen, ob es wirklich die Interessen Letmather Bürger vertritt.

Wenn sie selbst der Meinung sind, dann könnte man ja auch eine neue Partei gründen, da hätte eventuell ein gescheiterter Politiker wie Herr Bogatzki noch mal eine Chance.

Fehler oder Verbesserungen sollten sehr wohl gegenüber der Politik und Verwaltung vermittelt werden.
Aber auch in Letmathe gibt es gewählte Vertreter des Rates Iserlohn, man sollte diesen doch mehr Vertrauen schenken und diese haben doch eher die Möglichkeit Einfluss zu nehmen, als dieser Verein.

Ich bin der Meinung, dass Letmathe nicht schlechter behandelt wird, als andere Stadtteile.
Und wer von einer wieder eigenständigen Stadt Letmathe träumt, hat die Zeichen der Zeit nicht mitbekommen.
Man liest, dass kommunale Einrichtungen, wie zur Zeit die Stadtberiebe von Hemer und Iserlohn zusammengelegt werden, weil die klammen Kommunen Geld sparen wollen.
Wie viele Steuererhöhungen müssten erzielt werden, um eine eigenständige Stadt und damit eigenständige und größere Verwaltung zu finanzieren?
Dann hört man die Forderungen dieses Vereins, einen Vorschlag zur Finanzierung der Vorschläge hört man dagegen nicht.

Eine zusätzliche Interessenvertretung für Bürger ist immer gut, ob dieser Verein dieses sein wird, muss sich erst zeigen.

27.03.2011
04:56
„Sprachrohr der Bürger,
von thorgot | #2

Seid wann wird denn bitte Letmathe übergangen?!
Ich habe eher das Gefühlt, das Letmathe immer BEVORZUGT wird!!!!!

Hier nehmen sich einige wenige mal wieder zu wichtig.
Das einzige was dieser Bierverein erreichen wird, ist ignoriert zu werden bzw. die ablehnende Haltung des Restes von Iserlohn gegenüber dem Vorort Letmathe noch zu verstärken.
Hier wird meinem schönen Iserlohn, Stadtteil Letmathe, ein Bärendienst erwiesen, indem durch die paar (40 Teilnehmer !!!!) Unzufriedene ein ganzer Stadtteil diskreditiert wird.
Nicht alle Letmather sind mit der Stadtverwaltung und der Politik unzufrieden, aber dieser tolle Verein stellt dies so dar.

Einigen sollte langsam klar werden, dass
1. Letmathe NUR ein StadtTEIL ist und daher alle Iserlohner Stadtteile das gleiche Recht auf Beachtung etc. durch Verwaltung und Politik haben und Letmathe hier keine Sonderstellung einnimmt, nur weil es irgendwann einmal eigenständig war.
und
2. durch die Dauerhafte Verunglimpfung von Politik und Verwaltung nur das Gegenteil von dem erreicht wird, was man fordert.

Interessant ist zu sehen, das abgehalfterte Politiker wie Herr Bogatzki hier scheinbar ein neues Forum gefunden haben.

Ich bin gespannt, wie sehr dieser Verein meinen Stadtteil Letmathe noch der Lächerlichkeit preisgeben wird...

25.03.2011
22:41
„Sprachrohr der Bürger,
von Donnerschlag | #1

Man kann es nicht oft genug sagen: Letmathe war immer zu brav. Das muss sich ändern. Nur wer unbequem ist, wird nicht übergangen. Das Undenkbare muss denkbar werden. Weiter so. Letmathe ist kein Iserlohner Vorort.

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