SPD-Ortsverein benennt Kandidaten für Rats- und Kreistagswahl
27.08.2008 | 17:21 Uhr 2008-08-27T17:21:00+0200
Letmathe. Der SPD Ortsverein Letmathe hat am Dienstag seine Kandidaten für die Kommunalwahl 2009 gekürt. „Wir hatten noch nie eine so junge Mannschaft”, strahlte Versammlungsleiter Lutz Malaschöwski nach der Wahl.
Folgende Kandidaten sollen die Ratsmandate in den Wahlkreisen direkt holen: Michael Scheffler (Oestrich), Mike Janke (Stübbeken), Martina Matner-Kißler (Lössel), Olaf Hennecke (Letmathe-Mitte), Jürgen Kowski (Dröschede), Sabine Stake (Genna, Dümpelacker) und Dieter Beele (Grüne). Für den Kreistag sollen Jörg Wagner und Angelika Machelett kandidieren. Alle wurden vom Vorstand vorgeschlagen und von der Versammlung im Kolpinghaus einstimmig akzeptiert. Die eigentliche Nominierung bleibt dem Stadtverbandsparteitag am 18. Oktober vorbehalten.
Die beste Platzierung auf der Reserveliste beansprucht der Ortsverband für Michael Scheffler. Ebenso einstimmig fiel das Votum für die weiteren Plätze aus: 2. Janke, 3. Matner-Kißler, 4. Hennecke, 5. Kowski, 6. Stake, 7. Beele.
Alle Kandidaten stellten sich den 24 Versammlungsteilnehmern kurz vor. Zuerst Michael Scheffler (54). Der Oestricher ist als Vizebürgermeister und SPD-Unterbezirksvorsitzender bekannt. Er arbeitet als AWo-Geschäftsführer im Münsterland.
Kowski: "Grüne haben sich zu stark an die Schwarzen angelehnt"
Jürgen Kowski (52) aus Oestrich ist erst vor wenigen Monaten von den Grünen zur SPD gewechselt. „Die Grünen haben sich so stark an die Schwarzen angelehnt, da kann ich nicht mehr mitmachen”, begründete er. Er wolle in Dröschede nun für die SPD seine langjährige Erfahrung einbringen, verlorenes Wählerpotential wiederholen.
Dieter Beele (58) ist seit mehr als 20 Jahren Betriebsratsvorsitzender der Brauerei Iserlohn und führt seit kurzem den Bürgerschützenverein Grüne. Er betonte: „Wir müssen den Menschen rüberbringen, dass die SPD für eine soziale Politik steht.”
Mike Janke (25) aus dem Stübbeken steht als Jurastudent kurz vor dem Examen. Es mache ihm Spaß, im Rat etwas für die Menschen zu bewegen, bekannte er. Die SPD, eine geschichtsträchtige Partei mit umfassenden Ansätzen, müsse selbstbewusst auftreten.
Olaf Hennecke (37) ist Inhaber eines Lottogeschäfts und leitet seit 2002 den SPD-Ortsverein. Er verwies darauf, dass sich die SPD in Letmathe mit vielen guten Ideen als Alternative für die Bürger profiliert habe (u. a. Rahmenplan Genna, Bahnhof)
Sabine Stake (49) aus dem Stübbeken ist seit März SPD-Mitglied und Beisitzerin im Vorstand des Ortsvereins.
Martina Matner-Kißler (49) aus Lössel gehört seit 2006 dem Ortsvorstand an und ist sachkundige Bürgerin im Feuerwehrauschuss.
Jörg Wagner (44) trat im Frühjahr 2008 der SPD bei. Er arbeitet bei der Sparkasse im Wertpapiergeschäft. Angelika Machelett aus Nachrodt-Wiblingwerde ist seit einigen Jahren Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag.
Wahlleiter Malaschöwski kritisiert Ypsilanti und Beck
„Unsere Kandidaten sind Spitze”, resümierte Wahlleiter Lutz Malaschöwski. Sorge mache ihm allerdings der Zustand der Partei, verursacht durch Führungsprobleme. Er attackierte Andrea Ypsilanti, SPD-Chefin im hessischen Landtag („schlimmster Wortbruch”) und den Parteivorsitzenden Kurt Beck („nicht durchsetzungsfähig”). Die Partei sei orientierungslos, die Arbeit an der Basis werde zerstört. „Das tut weh”, sagte Malaschöwski mit bewegter Stimme.
SPD-Landratskandidat Michael Rolland zeigte Verständnis für die Emotionen, warnte aber davor, internen Streit öffentlich auszutragen. Geschlossenheit sei vonnöten
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