Sorgen um den Ahm sind eher größer geworden

Bei dem Erörterungstermin im Hagener Rathaus waren Vertreter der Bürgerininitiave stark vertreten.
Bei dem Erörterungstermin im Hagener Rathaus waren Vertreter der Bürgerininitiave stark vertreten.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Naherholungsgebiet am Ahm wird kleiner. Das fürchtet die Bürgerinitiative nach dem Verlauf des Erörterungstermins im Hagener Rathaus erst recht.

Hohenlimburg/Letmathe..  Nach einem Erörterungstermin, der gestern im Rathaus Hagen stattfand, sind die Sorgen der „Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm“ nicht kleiner, sondern größer geworden. Das sagte Thomas Meilwes, der mit 17 weiteren Letmathern an dem Termin teilnahm, im Gespräch mit der Heimatzeitung. Obwohl die fünf Hektar große Erweiterungsfläche, die die Hohenlimburger Kalkwerke aktuell beantragt haben, ausschließlich auf Hohenlimburger Gebiet liegt, würde nach Ansicht der Bürgerinitiative das Naherholungsgebiet beidseits der Stadtgrenze stark beeinträchtigt. Ungefähr vier Hektar Wald würden gefällt und den Spaziergängern künftig verloren gehen.

Als Ersatzaufforstung sei kein neuer begehbarer Wald, sondern lediglich eine natürliche Begrünung von Steinbruchwänden vorgesehen. Die Forderung von Naturschützern, parallel zum künftigen Abbaugebiet nach Osten hin eine neue grüne „Pufferzone“ für die Naherholung zu errichten, solle offenbar nicht erfüllt werden, stellt Meilwes weiter fest. Außerdem gebe es konkrete Hinweise, dass die Stadt Hagen sich um eine Änderung des Regionalplans bemühe, mit dessen Hilfe die Kalkwerke auf lange Sicht auch auf Letmather Gebiet den Steinbruch erweitern könnten.

241 Anregungen und Einwände waren auf der Tagesordnung

251 Männer und Frauen hatten schriftlich Anregungen und Bedenken gegen die von den Hohenlimburger Kalkwerken auf Hagener Stadtgebiet geplanten Erweiterung eingereicht. Zehn davon waren nicht rechtzeitig oder mit formalen Fehlern behaftet eingegangen, so dass die Mitarbeiter der Unteren Umweltschutzbehörde gestern im Hagener Rathaus 241 Einwände zu berücksichtigen hatten.

Die Zahl derjenigen, die dieser Erörterung beiwohnten, war überschaubar. „Ich bin der einzige Anwohner vom Oeger Sonnenberg“, wunderte sich Ludger Rarbach, der dieses Terrain grenzt bekanntlich an den Oeger Steinbruch. Als einziger Hohenlimburger Ratsherr und Bezirksvertreter war Frank Schmidt erschienen.

Fritz Schröder hätte gerne weitere Themen diskutiert

Stark vertreten aber war die Bürgerinitiative aus Letmathe um die Vorsitzende Monika Langmann. Die hatte mit Fritz Schröder, Thomas Meilwes und Dr. Josef Bücker (Hagen Aktiv) fachkundige Mitstreiter an der Seite. Die Tagesordnung war umfassend und umfangreich. Für Fritz Schröder nicht umfangreich genug, der weitere Schwerpunkte thematisiert haben wollte. Unter der Moderation von Heinz-Jörg Gimpel (Untere Umweltschutzbehörde) wurden sieben Themenbereiche erörtert: Landschaft, Forst, Wasser, Lärm, Staub, Sprengungen und Sonstiges.. „Es wird heute keine Entscheidung verkündet“, betonte Gimpel. Die vorgetragenen Anregungen fließen in die Beratungsvorlagen für die Gremien und den Rat der Stadt Hagen ein. Bislang, so Gimpel, habe es von den einbezogenen Verbänden keine Widersprüche gegeben.