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Schwerverletzte Frau musste aus Auto herausgeschnitten werden

20.01.2009 | 09:01 Uhr
Schwerverletzte Frau musste aus Auto herausgeschnitten werden

Grürmannsheide. Ein schwerer Unfall hat sich am Dienstagmorgen gegen 7 Uhr auf der Schälkstraße kurz vor dem Abzweig Bürenbrucher Weg ereignet. Dabei wurde eine 21-jährige Letmatherin schwer verletzt und von den Rettungskräften nach der Erstversorgung ins Allgemeine Krankenhaus Hagen gebracht.

Die junge Frau war auf der Schälkstraße Richtung Grürmannsheide unterwegs. Nach Angaben der Polizei schleuderte ihr Fiat Panda ausgangs einer leichten Linkskurve auf spiegelglatter Fahrbahn nach rechts und prallte dort gegen einen Baum. Bei dem Unfall erlitt die Fahrerin mehrere Knochenbrüche.

Um die Schwerverletzte bergen zu können, musste die Feuerwehr das Dach des Fiats mit einer hydraulischen Schere abtrennen, die Fahrertür mit einem Spreizgerät entfernen und die Frontscheibe herausnehmen.

Nach Aussage von Einsatzleiter Brandoberinspektor Klaus Knust war die Frau nicht eingeklemmt, das Dach musste aber geöffnet werden, um die Verletzte besser ärztlich versorgen zu können. Nach gut einer Dreiviertelstunde war die Letmatherin transportfähig und konnte in das Hagener Krankenhaus gebracht werden.

Nach Angaben der Polizei beläuft sich der Sachschaden am Fahrzeug auf rund 10 000 Euro. Während der Unfallaufnahme musste die Schälkstraße für etwa eineinhalb Stunden voll gesperrt werden, die Polizei leitete den Verkehr um.

Die Berufsfeuerwehr Iserlohn war mit zehn Feuerwehrleuten und einem Rüstwagen vor Ort, außerdem waren zwei Rettungsfahrzeuge und ein Notarzteinsatzwagen mit weiten sechs Hilfskräften im Einsatz. Auch die Löschgruppe Oestrich war mit sechs Blauröcken ausgerückt.

Das Blitzeis sorgte am Dienstag für teilweise chaotische Zustände im Gebiet der ehemaligen Stadt Letmathe. Nach Aussage von Uwe Ziemann von den Iserlohner Stadtbetrieben hatte eine Kontrolle gegen 5 Uhr noch keinen Anlass zur Sorge gegeben, eine Stunde später hatten sich die nassen Fahrbahnen allerdings bereits in spiegelglatte Rutschbahnen verwandelt.

Die Iserlohner Stadtbetriebe reagierten sofort und alarmierten die Mitarbeiter des Streudienstes, die allerdings selbst Probleme hatten, ihre Dienststelle zu erreichen. Gegen Mittag waren dann aber alle Straßen abgestreut.

Kleinere Probleme gab es auch bei der Märkischen Verkehrsgesellschaft. Nach Informationen aus der Lüdenscheider Zentrale kam es zu leichten Behinderungen im öffentlichen Personennahverkehr und bei den Schulbussen.

Nach Informationen des Letmather Gymnasiums erschienen einige Schüler verspätet zum Unterricht, besonders betroffen waren die Kinder und Jugendlichen aus Grürmannsheide, dort hatte sich der Bus quergestellt.

Auch einige Lehrer erschienen erst später zum Unterricht. Am späteren Vormittag hatte sich die Lage normaliesert, Unterrichtsausfälle gab es am Gymnasium nicht.

Das Blitzeis sorgte auch für ziemlich viel geknittertes Blech auf der Autobahn in Höhe der Ausfahrt Letmathe. Dort rutschten gleich sechs Fahrzeuge in den Straßengraben. Bei den Unfällen wurde glücklicherweise niemand verletzt. Bei der Bergung der Fahrzeuge kam es zu Behinderungen auf der Autobahn, da die Ausfahrt gesperrt wurde. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Hartmut Becker

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