Schwerstarbeit für die Ufer-Idylle

An der Baustelle Lennepromenade / Lenneradweg werden Gabionen errichtet.
An der Baustelle Lennepromenade / Lenneradweg werden Gabionen errichtet.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Bei einem Besuch auf der zurzeit größten Baustelle im gesamten Iserlohner Stadtgebiet werden die Konturen der Lennepromenade immer besser sichtbar.

Letmathe ..  Kleiner Besuch auf der zurzeit größten Baustelle in Iserlohn: Wo ab Frühjahr 2016 die Lennepromenade zum gemütlichen Flanieren am idyllischen Ufer einladen soll, lärmen derzeit noch die schweren Baufahrzeuge. Bagger und Lkw beherrschen das Bild zwischen den Lennebrücken nach Genna. Aber jeden Tag wird besser erkennbar, wie die Promenade mit Rad- und Fußweg einmal aussehen wird.

Kaum sind die ersten Granitblöcke aus Portugal eingetroffen, wird aus ihnen bereits - seit Mittwoch - eine Treppe gebaut. Sie wird etwa auf halber Strecke zwischen den Fußgängerbrücken Bahnhofstraße und Luisenstraße vom Flussufer zum Lennedamm hinauf führen.

Rund 400 Kilo wiegt jede dieser Treppenstufen. Doch das ist noch gar nichts. Die großen Terrassenstufen, die später als Sitzgelegenheiten direkt an die Wasserkante gesetzt werden sollen, wiegen das Zehnfache. Wann sie geliefert und eingebaut werden, steht noch nicht genau fest. „Da müssen wir erstmal ein bisschen abwarten“, sagt der Baggerführer und schaut über die Schulter kritisch auf den Wasserstand der Lenne.

Seit ein paar Tagen lagern Betonteile auf der Baustelle ,die wie Sitzbänke aussehen. Doch mit unserer naiven Vermutung liegen wir völlig daneben. „Das sind Bauteile für die behindertenfreundliche Rampe an der großen Bahnhofsbrücke“, berichtigt der Polier. Diese Rampe wird jetzt in Angriff genommen.

Gleichzeitig nimmt die Gabionenwand mehr und mehr Gestalt an. Arbeiter werfen Steinbrocken in große Drahtkörbe. Und an den Stellen, wo die Körbe schon voll sind,, leistet ein weiterer Bauarbeiter knifflige, zeitaufwändige Puzzlearbeit. Er muss sorgfältig Steinbrocken sortieren und einpassen, damit die oberste Steinlage eine glatte Oberfläche bekommt. Nur so lassen sich die gefüllten Gabionenkörbe übereinanderstapeln. und zu einer 130 Meter langen und bis zu vier Meter hohen Stützwand aus 800 Tonnen Steinmaterial zusammenfügen. „Damit verhinderm wir zur Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger, dass die Lennedamm-Böschung abrutschen kann“, erklärt Stadtplaner Thorsten Grote, der für die Stadt Iserlohn die Großbaustelle stets im Auge hat

Nebenbei ist zu hören, dass die Einmündung des Flehmebachs in die Lenne wegen der Promenade ein Stück verlegt wird. Die Bachmündung soll in die Sitzstufenanlage integriert werden.

So gibt es viel zu staunen. Aber bitte nur von den Brücken aus! Stadt und Bauleitung betonen: Die Baustelle darf aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden.