Politischer Aschermittwoch ohne Bierkrüge und Blasmusik
18.02.2010 | 15:55 Uhr 2010-02-18T15:55:00+0100
Letmathe. Es gab keine Blasmusik und es wurden auch keine Maßkrüge gestemmt. Dennoch war die Junge Union Letmathe mit dem Verlauf ihres ersten „politischen Aschermittwoch” zufrieden. Der Vorsitzende Fabian Tigges kündigte an, damit eine neue Tradition in Letmathe begründen zu wollen.
Im Vergleich mit großen Aschermittwochs-Veranstaltungen, bei der kämpferische Redner der Parteien die Säle füllen, war die JU-Veranstaltung völlig unspektakulär. Rund 20 Mitglieder, überwiegend Gymnasiasten, hatten sich bei einem Glas Mineralwasser oder Limonade in den Poststuben versammelt. „Angriffe auf den politischen Gegner in Bierzeltatmosphäre haben wir in NRW nicht nötig”, stellte der Landtagsabgeordnete Thorsten Schick als Redner des Abends fest.
Schick gab seinem Vortrag denn auch eine recht ruhige, sachliche Form. „Wir haben keinen Grund als CDU vor den Landtagswahlen nervös zu sein”, zog er eine Erfolgsbilanz der Landesregierung. Sowohl im wirtschaftlichen Bereich als auch auf dem Gebiet der Schulpolitik hätten CDU und FDP viel erreicht und beispielsweise Tausende neuer Lehrerstellen geschaffen.
Schick sprach sich eindeutig gegen Schulexperimente wie in Berlin oder Hamburg aus: „Wer Schulpolitik aus der Lostrommel betreibt, versündigt sich an den jungen Menschen”. Das bewährte dreigliedrige Schulsystem müsse beibehalten werden, forderte Schick. Dafür bekam er in der anschließenden Diskussion Beifall und Zustimmung.
Angesichts der Landtagswahlen warnte der CDU-Abgeordnete vor einer rot-rot-grünen Koalition. Wenn die die Abschaffung des Verfassungsschutzes fordere, sei sie soweit von der Realität entfernt, dass auch eine Brille nichts mehr nütze.
13:50
Es ist ja klar, dass man Gymnasiasten, die Mitglied der CDU sind, nicht erzählen kann, dass sie höchstwahrscheinlich nur deshalb auf dem Gymnasium sind, weil ihre Familie den nötigen sozialen Status hat. Da plappert man lieber etwas von der Leistung und dem nötigen Willen, den man als Gymnasiast ja offensichtlich (geneitisch bedingt wahrscheinlich) mitbringt. Dann fühlt man sich schließlich wohler.
PS.: Ich selbst besuchte ein Gymnasium und komme aus einer deutschen Mittelschichtsfamilie. Ebenso wie alle meine Klassenkameraden damals und 95% der Schüler auf einem Arnsberger Gymnasium heute, in dem ein Freund von mir Lehrer ist. Nur, falls mir jemand Sozialneid vorwerfen möchte.
10:46
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19:20
Und die CDU macht derweil in Hamburg und im Saarland gemeinsame Sache mit den Grünen. Um an die Macht zu kommen und an der Macht zu bleiben, werden eben bedenkenlos oft beschworene Prinzipien jederzeit über Bord geworfen. Warum soll man also überhaupt die CDU wählen?
Im Übrigen eine ziemlich traurige Versammlung, wenn man sich das Bild betrachtet.
Es handelt sich wohl um das letzte Aufgebot...
16:25
Wer sagt denn, dass bei der JU andere keinen Zutritt haben? Laut Smartdriver sind doch die Hauptschüler nur Hartz4-Empfänger, die kein Interesse an so etwas haben.
12:40
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22:55
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21:55
Wie schön, nur Gymnasiasten bei der JU - was anderes ist ja auch nicht willkommen bei denen...
Aber es ist wirklich erfrischend, dass die JU endlich mal den Alkohol aus dem Körper lässt. Vielleicht kommen demnächst dann mal keine Lügen aus deren Munde.
18:15
Dann kann Herr Tigges mir ja auch sagen, was ich den bei den Landtagswahlen wählen soll, wenn ich eine grüne Regierungsbeteiligung NICHT möchte.
Schwarz scheidet dann ja wohl aus.....