Playmobil-Ausstellung weckte Kinderträume auch bei den Großen
28.10.2008 | 15:28 Uhr 2008-10-28T15:28:00+0100
Letmathe. Eine Bisonherde graste am Sonntag im Städtischen Saalbau. Nur wenige Meter weiter landete ein Jumbojet neben einem mittelalterlichen Traumschloss. 500 Besucher bestaunten bei der Playmobil-Ausstellung ganze Dörfer, Städte und Landschaften im Miniformat.
Auf einer riesengroßen Tischfläche mitten im Saal war eine Seeschlacht wie im 18. Jahrhundert inszeniert. Aus einer Festung feuerten Soldaten auf ein halbes Dutzend Dreimaster, die von See aus angriffen. Rund 250 Playmobil-Männchen hatten Michael Schröder (34) und Carsten Oetzel (38) für dieses Diorama eingesetzt. Die beiden Iserlohner sind vor eineinhalb Jahren begeisterte „Playmo-Bauer und -bastler” geworden. „Es fing damit an, dass meine Tochter ein Piratenschiff zum Geburtstag bekam”, berichtet Oetzel. Ob Piratenschiff, Traumschloss oder Baustelle - das Plastikspielzeug bietet schier unendliche Gestaltungsmöglichkeiten. In weiteren Dioramen waren beispielsweise eine Landschaft mit Steppentieren und - auf der Bühne des Saalbaus - eine 2,50 mal 3 Meter große Westernstadt mit Eisenbahn.
So vielfältig wie die Anwendungsmöglichkeiten von Playmobil war das Angebot an den 25 privaten und gewerblichen Verkaufsständen. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, presigünstig Weihnachtsgeschenke zu kaufen. „Ich habe einen Flughafen für meinen achtjährigen Sohn gekauft”, verriet eine Mutter aus Altena und freute sich, einen Superpreis von 30 Euro ausgehandelt zu haben.
„Sogar aus Belgien, Luxemburg und den Niederlanden kamen etliche Besucher”, freute sich Organisator Jörg Gohl (Holzwickede). Die Besucherzahl hat sich zwar überraschend gegenüber dem Vorjahr auf diesmal rund 500 verringert. Das hält Gohl aber nicht davon ab, schon jetzt an die nächste Ausstellung zu denken. Den Städtischen Saalbau Letmathe hat er bereits für den 25. Oktober 2009 fest gebucht.
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