Planungsausschuss stellt "grüne Welle" für Schwerter Straße in Aussicht
27.11.2008 | 17:06 Uhr 2008-11-27T17:06:00+0100
Letmathe. Autofahrer dürfen jetzt hoffen, dass im nächsten Jahr eine „grüne Welle” auf der Schwerter Straße eingeführt wird. Der Planungsausschuss hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, acht Ampelanlagen in Letmathe zu erneuern.
Eigentlich sollte alles ganz anders laufen. „Gar keine Ampel mehr”, lautete die bisherige Devise für die Einmündungen Von-der-Kuhlen-Straße und Hagener Straße/Alter Markt. Dort soll, so lautet ein nach wie vor gültiger Beschluss, ein großer Kreisverkehr in ovaler Form entstehen, der jede Ampel überflüssig macht.
Bis vor kurzem schien noch ziemlich sicher, dass dieser Kreisverkehr im Jahr 2009 angelegt werden kann. Er stand in der Prioritätenliste der Stadt ganz weit oben. Doch die Diskussion am Mittwoch im Planungsausschuss zeigte, dass dies wegen Zuschusskürzungen des Landes NRW zweifelhaft geworden ist. „Wir haben große Befürchtungen, dass der Kreisverkehr 2009 nicht realisierbar ist”, teilte der 1. Beigeordnete Dr. Peter Paul Ahrens mit. „Und auch für 2010 wissen wir das nicht so genau.”
Aus diesem Grund schien es der Stadtverwaltung sinnvoll, zunächst einmal die Ampeln an beiden Knotenpunkten an den Verkehrsrechner anzuschließen. Dafür sollten 20 000 Euro bereitgestellt werden. Dem konnte sich die Mehrheit des Ausschusses anschließen. Einige Politiker sahen das anders. Sie meldeten Zweifel an, ob es sich lohne, für eine Übergangszeit von ein paar Monaten oder einem Jahr noch Geld für Ampeln auszugeben, die dann nicht mehr gebraucht würden. „Eventuell brauche man gar nicht so lange wie befürchtet auf den Kreisverkehr zu warten. Dann wäre das Geld für die Ampeln „zum Fenster rausgeworfen”, wie Helmut Prange (UWG) mahnte. Letztlich setzte sich eine Mehrheit durch, die einem Ampelerneuerungspaket für Letmathe zustimmte, das mit 400 000 Euro veranschlagt wird.
Dieses Paket mit acht Ampelanlagen berücksichtigt unter anderem auch die Kreuzungen Berliner Allee/Hagener Straße (160 000 Euro) und An Pater und Nonne/Brinkhofstraße (110 000 Euro). Alle diese Lichtsignalanlagen sollen an den zentralen Verkehrsrechner angeschlossen werden. Damit ergibt sich nach Auskunft der Stadt die Möglichkeit, eine „grüne Welle” zu schalten. Diese grüne Welle könne bis zur Autobahnauffahrt reichen, da der Straßenbetrieb NRW dort seine Ampeln ebenfalls erneuern will, hieß es im Ausschuss.
Das Thema wird im Verkehrsausschuss in Kürze erneut auf die Tagesordnung kommen. Ein endgültiger Beschluss ist noch nicht gefasst.
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