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My-Way-Wirt beklagt fehlende Unterstützung und Akzeptanz

23.01.2015 | 14:53 Uhr
My-Way-Wirt beklagt fehlende Unterstützung und Akzeptanz
Das Restaurant „My Way“ an der Hagener Straße ist und bleibt geschlossen.

Letmathe.   Wirt Frankie Großpietsch hat das Ende des „My Way“ bestätigt. „Es gab mehrere Gründe für das Scheitern“, sagte er.

Das amerikanische Restaurant „My Way“ an der Hagener Straße ist Geschichte. Das hat Wirt Frankie Großpietsch in einem Telefonat mit der Redaktion bestätigt. Der Gastronom wird wahrscheinlich die Räume nur noch ein Mal öffnen: am 29. Januar, um zusammen mit Freunden und Stammgästen um 20.15 Uhr die Folge der „Kochprofis“ auf RTL 2 zu schauen, die Anfang November 2014 produziert worden ist. Inhaber von Gutscheinen können die an diesem Termin einlösen, oder sie sich wieder auszahlen lassen. Großpietsch ist unter 0171/2117367 erreichbar.

Im Gespräch mit der Redaktion nannte Großpietsch, der nach eigenen Angaben über viel Erfahrung im Gastronomie- und Eventbereich, nicht nur im Ruhrgebiet, sondern bundesweit verfügt, die Gründe, warum das „My Way“ zuletzt unter keinem guten Stern mehr stand.

Da ist zum einen die mangelnde Unterstützung beispielsweise durch die Letmather Werbegemeinschaft. Durch sie wurde er aufgefordert, zum Brückenfest doch Live-Musik anzubieten. „Zu den Auftritten kamen kaum Leute, weil zeitgleich die Hauptacts auf der Woolworth-Bühne stattfanden“. Zudem beklagt er die mangelnde Akzeptanz der Letmather, die sich, so Großpietsch, dadurch abschrecken ließen, weil das „My Way“ in die ehemaligen Räume des Café V8 eingezogen ist, das nicht nur fast eineinhalb Jahre leer stand, sondern zuletzt auch keinen guten Ruf mehr hatte. Auch die Stadt muss sich Kritik gefallen lassen, sie forderte den Wirt bereits am Eröffnungstag dazu auf, zur Werbung mit Sprühkreide auf dem Pflaster aufgebrachte Fußabdrücke, die den Weg zum Restaurant wiesen, sofort wieder zu entfernen. Auch seinen damaligen Koch Strippling lässt er in keinem guten Licht erscheinen, nicht nur wegen des zurückbehaltenen „Gecheckt“-Schildes, sondern auch weil er ihn, als „Not am Mann war“ krankheitsbedingt hat sitzen lassen. Auch der Ruf nach den Kochprofis brachte nicht die vom ihm erhoffte (Werbe-)Wirkung. Großpietsch: „Alle Plakate mit ,All you can eat’ und ,Burger-Challenge’ mussten verschwinden, weil Oehler & Co. auf Frische setzten.“ Großpietsch: „So etwas kann in Restaurants in Großstädten gemacht werden. In Letmathe sind die Kosten dafür höher als der Ertrag.“ Um das „My Way“ halten zu können, hätte Großpietsch, der täglich zwischen Ruhrgebiet und Lenne pendelte, 40 Gäste täglich gebraucht. „Manchmal waren es nur ein oder zwei Besucher, die gekommen sind“.

Kurz vor Weihnachten wollte er Familien mit Kindern eine Freude machen und hatte einen Nikolaus gebucht, der mit einem Motorrad ins Restaurant kam. Für die Kinder hatte er Tüten mit Süßigkeiten gekauft, die der Nikolaus gratis verteilt hat. „Diese Werbeaktion war völlig sinnlos. Die Eltern haben die Tüten für ihre Kinder genommen und sind dann, ohne ein Glas Wasser oder Cola zu trinken, verschwunden“.

Hartmut Becker

Kommentare
30.01.2015
09:29
My-Way-Wirt beklagt fehlende Unterstützung und Akzeptanz
von maranooka | #5

LOL. Manche Leute scheinen selbst die Parodie auf sich selber zu sein. Sprüht die Pflaster voll ohne das mit dem Ordnungsamt vorab abzuklären und...
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http://www.derwesten.de/staedte/letmathe/my-way-wirt-beklagt-fehlende-unterstuetzung-und-akzeptanz-id10266599.html
2015-01-23 14:53
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