Multitalent Tirzah Haase zieht alle Register

"Falscher Ha(a)se - in Echt?!" - so lautete das Programm mit dem Tirzah Haase bei der Melange in der Gaststätte Pollmeier zu Gast war.
"Falscher Ha(a)se - in Echt?!" - so lautete das Programm mit dem Tirzah Haase bei der Melange in der Gaststätte Pollmeier zu Gast war.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Schauspielerin und Sängerin Tirzah Haase begeisterte in der Gaststätte Pollmeier einmal mehr ihr Publikum.

Letmathe..  Es gibt Nachnamen, die erlauben dem Wortakrobaten manch schönes Wortspiel, so auch im Fall von Tirzah Haase, die sich zwar im Vergleich zum tierischen Hasen mit doppeltem „a“ schreibt. Gerade zur Osterzeit erlebe man mit solch einem Nachnamen allerhand Lustiges.

Mit ihrem Programm „Falscher Ha(a)se – in Echt?!“ gastierte die in Dortmund lebende Schauspielerin und Sängerin am Freitagabend bei der Melange in Letmathe. In gewohnt liebenswerter Art baten Monika und Bernd Pollmeier zu Tisch mit Tirzah Haase und konnten abermals ein ausverkauftes Haus verbuchen. Bereits als „Wiederholungstäterin“ in der Gaststätte Pollmeier zu Gast freute sich Tirzah Haase über die vielen bekannten Gesichter und die intime Atmosphäre.

Geschmäcker sind verschieden – Tirzah Haase trifft jeden

Ein kalter Abend draußen, ein heißes Menü drinnen: Diesmal bescherte die sympathische Künstlerin den Besuchern ein buntes Allerlei, wie eben der Hackbraten „Falscher Hase“ an sich. Dabei brachte sie Deftiges, Skurriles, Dekadentes und Erotisches auf den Teller. Gewürzt mit einer großen Prise Humor und etwas Märchenhaftem war das perfekte Menü, das für jeden Geschmack etwas lieferte, kreiert.

Ihre Qualitäten als Rezitatorin bewies Tirzah Haase unter anderem bei Joachim Ringelnatz‘ Gedicht „Abschiedsworte an Pellka“ oder bei „Der andere Mann“ von Kurt Tucholsky. Tirzah Haase verstand es aber auch, sich bei Ephraim Kishon oder Heinz Erhardt zu bedienen und deren Werke vorzutragen. Neben Sprechgesang kamen ebenfalls Märchen wie „Der Hase und der Igel“ von den Gebrüdern Grimm zu Gehör. Zum Schmunzeln waren gewiss die Geschichten über Zweisamkeiten und Szenen einer Ehe, seien es die Streitigkeiten vor dem Kleiderschrank oder das Missverständnis am Frühstückstisch, reich an Pointen unterhielt Tirzah Haase und hatte die Lacher auf ihrer Seite. Gepfeffert präsentierte die vielseitige Künstlerin die Kriminalgeschichte vom Mord mit dem Brotmesser.

Beim Publikum kam diese abwechslungsreiche, ausgewogene Mischung von Sketchen, Gedichten und Geschichten an und machte Appetit auf mehr. Schwer hatten es die männlichen Besucher an mancher Stelle im Programm, gab es für sie doch etwas auf die Löffel, wo hingegen die Karotten fürs Publikum reißenden Absatz fanden. Nach dem unterhaltsamen Abendschmaus griff sich manch ein Besucher an den Bauch, gleichwohl vor lauter Lachen.

Bereits Ende des Monats gibt es die nächste Veranstaltung bei Pollmeier. Dann liest und spielt Martin Bross am 27. Februar ab 19 Uhr vor ausverkauften Haus „Paul Shipton: Die Wanze. Eine Detektivgeschichte aus dem Wiesenmilieu“.