„Megageile“ Hügel für Radsprünge

Die Hügelstrecke für Anfänger ist im Rohbau fertig: Rechtzeitig zum Brückenfest soll der gesamte Dirtbike-Park an der alten Kreisbahnbrücke an Pater und Nonne fertiggestellt sein.
Die Hügelstrecke für Anfänger ist im Rohbau fertig: Rechtzeitig zum Brückenfest soll der gesamte Dirtbike-Park an der alten Kreisbahnbrücke an Pater und Nonne fertiggestellt sein.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Noch eine Baustelle an der Lenne: In Höhe Pater und Nonne wird tonnenweise Erdreich bewegt. Der Dirtbike-Park für tolle Sprünge und Kunststücke mit Fahrrädern nimmt langsam Gestalt an.

Letmathe/Grüne..  „Megageil“, sagt Fabian Wegener. Sein Freund Alexander Molleker nickt. Und beide haben absolut Recht. Denn wer gerne auf Fahrrädern über Erdhügel springt, der kann von dem, was sich derzeit am Lenneufer bei Pater und Nonne tut, nur begeistert sein. Während die beiden Jungen ihre „Dirtbikes“ (wörtlich übersetzt „Schmutzfahrräder“) für ein Gruppenfoto auf einen ca. zwei Meter hohen Lehmhügel schieben, müssen sie aufpassen. Radlader und Bagger kommen von vorne und hinten oder kreuzen den Weg.

Der Anfänger-Parcours ist „im Rohbau“ schon fertig

Mit Hochdruck wird unterhalb der alten Kreisbahnbrücke direkt am Flussufer tonnenweise lehmige Erde bewegt, werden Trassen freigeschoben und Erdhügel aufgeschüttet. Die Stadt schafft, wie berichtet, für rund 900000 Euro einen 4800 Quadratmeter großen „Dirtbike-Park“ - ein Gelände, in dem die Jugendlichen aus der Fahrradwerkstatt im Jugendtreff Letmathe künftig ideale Bedingungen für ihren Lieblingssport vorfinden sollen.

Seit dem ersten Spatenstich Ende Mai hat sich die Landschaft gewaltig verändert. Die bisher vom japanischen Knöterich beherrschte grüne Wildnis ist zu einer (vorübergehend) kahlen Fläche mutiert, die ganz neu modelliert wird. Die Hügel für die Anfänger-Strecke sind schon „im Rohbau“ fertig, der Fortgeschrittenen-Parcours folgt. Die Feinarbeiten erledigen die Jugendlichen selbst, indem sie für das optimale Gefälle eigenhändig Erde anfüllen oder wegnehmen.

Für das „Grobe“ ist das Iserlohner Gartenbauunternehmen Brunnert zuständig. Und auch dessen Chef, Patrick Brunnert, gab sich am Donnerstag begeistert: „Es ist das erste Mal, dass wir einen Dirtbike-Park anlegen. Und ich finde das klasse, was die Jugendlichen hier machen. Demnächst werde ich mal an einem Sonntagnachmittag mit meiner Familie hierherkommen, den Grill anschmeissen und zugucken, was die Jungs für tolle Kunststücke mit ihren Rädern machen.“

Noch ist einiges zu tun, bis das Gelände genutzt werden kann. Wenn die Erdarbeiten abgeschlossen sind, müssen Bänke aufgestellt und Geländer angebracht werden.

Bei Eröffnungsfeier zeigen Showfahrer tolle Kunststücke

Zum „Lenne-lebt“-Fest im Rahmen des Letmather Brückenfestes am 5. September soll alles fertig sein, wie Ingo Genster von der Stadt Iserlohn betont. „Dann werden wir die Eröffnung feiern.“ Und wie die Verantwortlichen der Fahrradwerkstatt mitteilen, wollen sie dazu ein paar Showfahrer einladen, die sehenswerte Kunststücke mit ihren Bikes vorführen werden.

Als Aussichtsplattform für die Zuschauer bietet sich übrigens die alte Kreisbahnbrücke an. Die wird zurzeit für rund 570 000 Euro saniert und soll Teil des Fernradwegs Lenneroute werden. Die letzten Malerarbeiten laufen gerade und sollen Anfang nächster Woche abgeschlossen sein.

Auch aus den Abellio-Zügen auf der Strecke Letmathe - Iserlohn dürfte der Dirtbikepark gut zu sehen sein, da die Eisenbahn ganz in der Nähe die Lenne überquert.