Interview
Luxuslärm: "Brauchen keine Plattenfirma mehr"
06.12.2009 | 06:00 Uhr 2009-12-06T06:00:00+0100
Iserlohn. Luxuslärm haben es geschafft. Die jungen Iserlohner Popmusiker wurden als beste Newcomerband 2009 mit der Einslive-Krone geehrt. Sängerin Janine „Jini” Meyer spricht im Interview mit der WR über die Veranstaltung, Zukunftspläne und Weihnachten.
Wie habt ihr erfahren, dass ihr nominiert seid?
Jini Meyer: Der WDR rief an und fragte ob wir unser Konzert am 3. Dezember verschieben könnten. Mehr sagten sie nicht. Da haben wir eins und eins zusammen gezählt – und tatsächlich: Eine Woche später erfuhren wir, dass wir für den Preis vorgeschlagen waren.
Wie habt ihr euch dann vorbereitet?
Meyer: Wir haben viel geprobt. Aber ich habe die Jungs schon Wochen vorher genervt, was wir anziehen und was wir sagen sollten, falls wir gewinnen. Aber die Jungs meinten, ich müsse mir darum keine Sorgen machen, weil wir keine Chance hätten.
Aber dann habt ihr die Krone doch bekommen...
Meyer: ...und ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte. Die Dankesrede war dann auch ganz spontan, wie man im Fernsehen auch gemerkt hat.
Wo steht die Krone jetzt?
Meyer: Im Moment liegt sie bei uns in der Musikschule in einer Vitrine. Aber ich glaube, ich nehm sie einmal mit nach Hause. Jetzt versteh ich auch, warum Gollum seinen Schatz so hütet. Denn jeder von uns wollte den Preis natürlich mal in der Hand halten.
Wie fandet ihr die Veranstaltung ansonsten?
Meyer: Es war aufregend. Beim roten Teppich erwarteten uns schon Fans, alle in Wollmütze und Schal gehüllt. Sie hatten uns goldene Kronen gebastelt. Bei der Abstimmung hab ich immer gedacht „Balken, bleib nicht stehen, bleib nicht stehen.” Und nach dem Auftritt haben uns viele Sänger beglückwünscht. Natürlich wurden wir auch von Plattenproduzenten angesprochen.
Ihr habt bis heute keinen Plattenvertrag. Wieso nicht?
Meyer: Bis hier hin haben wir alles selber geleistet. Wir brauchen keine Plattenfirma mehr. Die Leute, die jetzt mit uns arbeiten, stecken 100 Prozent Herzblut in die Sache und wir sind nicht eine Band von vielen.
Wie geht es jetzt weiter?
Meyer: Am 18. Dezember kommt unsere neue Single „Sag es wie es ist” raus. Und das Album dazu gibt es dann am 29. Januar. Am 5. Februar starten wir unsere Tournee „So laut ich kann”.
Verbringt ihr Weihnachten zusammen?
Meyer: Nach 120 Konzerten dieses Jahr, haben wir uns genug gesehen. Jeder feiert bei seiner Familie. Ich bin froh, wenn ich die Tür zu machen kann und meine Ruhe habe.
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