Letmather Werbegemeinschaft beweist Innovationsgeist

Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft Letmathe
Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft Letmathe
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Erstmals bestand der offizielle Teil des Letmather Neujahrsempfangs nicht nur aus Reden. Gymnasiasten die Gewinner des Abends.

Letmathe..  In Letmathe bewegt sich was – das gilt nicht nur für die Erdmassen am Lenneufer. Das hoben die Redner beim Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft auch lobend hervor (wir berichteten). Doch auch die Gastgeber selbst gingen mit gutem Beispiel voran und verpassten ihrer Traditionsveranstaltung ein neues Kleid, indem sie den offiziellen Teil erstmals um ein kurzes Unterhaltungsprogramm ergänzten und dadurch Bewegung in den ersten gesellschaftlichen Höhepunkt des Jahres brachten.

Spektakuläre Feuerkünstler und druckvolle Musikschüler

Das Warten auf den Plausch bei Pils und Pizza verlängerte sich dadurch zwar, dafür bekamen die Gäste zwei optisch und akustisch ansprechende Einlagen zu sehen. Zunächst standen die „Freaky Fire Fighters“ aus Iserlohn im Mittelpunkt. Dahinter stecken Lulu Schwarz und Lars Klein – ein ganz heißes Duo, das seit eineinhalb Jahren zusammen unterwegs ist und mit ihren Feuerstäben spielte wie kleine Kinder mit Puppen. Sie streichelten sich mit ihren Flammen, steckten sie in den Mund und warfen sie durch die nach Spiritus riechende Luft. Es schien, als hätte das Feuer Respekt vor den Künstlern gehabt. Da drängt sich die Frage auf: Wie ist es möglich, sich nicht zu verbrennen? „Da ist so viel Adrenalin im Spiel, da merkt man gar nichts mehr“, erklärte Lulu Schwarz. Sorgenfrei genossen die Empfangsgäste das kurze Spektakel, schließlich waren die führenden Mitglieder der Feuerwehr unter ihnen.

Mächtig krachen ließ es der Nachwuchs der Rock- und Popfabrik, die in Hennen und Letmathe rund 600 Schüler an die Musik heranführt.

Gäste mästeten das Sparschwein der Abiturienten

Der zweite Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Rainer Großberndt, der auch diesen erweiterten offiziellen Teil moderierte, übertrieb keineswegs, als er etwas „Außergewöhnliches für die Ohren“ ankündigte. Im Saalbau saßen drei dieser jungen Schüler, Jamie (9), Jonas (12) und Leon (14), mit Unterstützung von Sascha Miskovic an den Schlagzeugen und verliehen dem 2009er Hit „Stadt“ von Cassandra Steen und Adel Tawil ordentlich Druck, der auch dem Original gut getan hätte. Luxuslärm-Sängerin Jini Meyer steuerte zu dieser besonderen Coverversion ihre Stimme bei.

Einen pfiffigen Plan heckten die Abiturienten des Gymnasiums Letmathe mit der Werbegemeinschaft aus. Die Schüler baten darum, während des Abends ein Sparschwein durch die Reihen wandern zu lassen, um Spenden für ihre Abiturfeier zu sammeln. Damit war die Werbegemeinschaft auch schnell einverstanden – unter einer Bedingung: Die Gymnasiasten sollten sich während der Veranstaltung verdient machen. So kam es, dass sie sich um die Garderobe kümmerten und kellnerten.