Lernen im „grünen Klassenzimmer“

Stolze Teilnehmerzahlen meldete die Waldschule MK bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins "Lernort Natur", v. li. Bernd Schmidt, Axel Dohmen, Julia Borghoff, Lothar Speier, Bettina Gräfin von Baudissin, Thomas Gemke und Walter Neuhaus.
Stolze Teilnehmerzahlen meldete die Waldschule MK bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins "Lernort Natur", v. li. Bernd Schmidt, Axel Dohmen, Julia Borghoff, Lothar Speier, Bettina Gräfin von Baudissin, Thomas Gemke und Walter Neuhaus.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Waldschule Märkischer Kreis ist weiter führend bei den Waldjugendspielen in Nordrhein-Westfalen. In Kürzwe soll das Freigelände um ein „grünes Klassenzimmer“ erweitert werden.

Letmathe..  Mit einem „grünen Klassenzimmer“ möchte die Waldschule Märkischer Kreis, ansässig an der Aucheler Straße in Letmathe, den Lernort Natur noch spannender und attraktiver machen. Es handelt sich um ein hölzernes Gebäude, das zu zwei oder drei Seiten offen ist. Schulklassen oder andere Gruppen können hier unter einem Dach mitten in der Natur zusammensitzen und sich mit Themen rund um den Wald befassen.

Das Freigelände der Waldschule wird bereichert

„Der Bauantrag ist gestellt, wir hoffen bald anfangen zu können“, berichtete Waldlehrer Axel Dohmen bei der Jahresversammlung des Fördervereins „Lernort Natur“, die in der Waldschule unter Vorsitz von Bettina Gräfin von Baudissin (Menden) stattfand. Mit dem „grünen Klassenzimmer“ wird das Freigelände der Waldschule im Waldstück unterhalb des Humpfertturms weiter bereichert. Eine Diorama-Halle, die das Leben im Wald mit präparierten Tieren zeigt, und einen Erlebnispfad gibt es schon.

„Die Waldschule MK ist ein Herzstück, ein Ankerpunkt für den Naturschutz im Märkischen Kreis“, sagte Landrat Thomas Gemke. Dabei hob er die Waldjugendspiele hervor. Auf diesem Gebiet sei die Waldschule MK führend in ganz NRW.

Wie erfolgreich die Waldschule MK arbeitet, belegte Axel Dohmen anhand von statistischen Zahlen und Grafiken. So hat die Waldschule mit ihren Angeboten im vergangenen Jahr 7310 Menschen erreicht, 6368 Kinder und 942 Erwachsene. Die Waldjugendspiele mit 68 Einzelveranstaltungen und 3313 Schülern hatten mit Abstand den größten Zulauf. Seit sieben Jahren hat die Waldschule MK die höchsten Teilnehmerzahlen in NRW.

Der Wald ist der beste Ort um Sprache und Zahlen zu lernen

Dabei ist der Wald nicht nur die ideale Umgebung, um die Bedeutung von Tieren und Pflanzen für die Umwelt und das Klima kennenzulernen. Erwiesenermaßen ist der Wald auch der optimal Ort, um den Umgang mit Zahlen und mit Sprache zu lernen. Nach großen Erfolgen in den Vorjahren bietet die Waldschule deshalb auch in diesem Jahr wieder für Kinder mit Förderbedarf ein Projekt „Der Wald ist voller Zahlen“ und gemeinsam mit der Stadt Iserlohn ein Sprachcamp für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund an. Die Nachfrage nach Sprachcamps ist so groß „dass wir das dreimal im Jahr machen könnten“, erläuterte Dohmen.