„LED-Sterne“ lassen Höhlenhimmel leuchten

Dr. Stefan Niggemann erläuterte den Gästen die Möglichkeiten der LED-Installation; mit der unter anderem auch einzelne Objekte angestrahlt werden können.
Dr. Stefan Niggemann erläuterte den Gästen die Möglichkeiten der LED-Installation; mit der unter anderem auch einzelne Objekte angestrahlt werden können.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Eine jetzt durchgängige LED-Installation setzt die Dechenhöhle in ein neues Licht.

Grüne..  Die Dechenhöhle zählt zu den schönsten und meistbesuchten Tropfsteinhöhlen Deutschlands. Seit 1868 finden Führungen durch das unterirdische Zauberreich statt, von Jahr zu Jahr mit steigendem Erfolg, denn inzwischen haben über 14 Millionen Gäste aus aller Welt das Naturdenkmal besucht. Bereits 1890 erhielt die Dechenhöhle als eine der weltweit ersten Höhlen eine elektrische Beleuchtung und war damit auch eine der modernsten Schauhöhlen. Jetzt, 125 Jahre später, erstrahlt die Höhle – wieder als eine der ersten des Landes – auf LED-Basis in neuem Licht.

Im Beisein zahlreicher Gäste wurde am Freitag die neue Lichtanlage vorgestellt. Dazu konnte als „Hausherr“ der MST-Geschäftsführer Gerhard Schmier unter anderem Landrat Thomas Gemke, den stellvertretenden Bürgermeister Michael Scheffler, die Erste Beigeordnete der Stadt Iserlohn Katrin Brenner sowie zahlreiche Vertreter der politischen Parteien, der Sparkasse Iserlohn, des Fördervereins Dechenhöhle, der Speläogruppe und der Grüner Ortsvereine begrüßen.

In ihrer Begrüßungsrede sagte die Fördervereins-Vorsitzende Annemarie Kreckel, dass die Dechenhöhle nicht nur eine Sehenswürdigkeit Iserlohns, sondern des gesamten Märkischen Kreises ist. „Ich bin sehr stolz darauf, was der Förderverein zusammen mit Dr. Stefan Niggemann, Rasmus Dreyer und nicht zu vergessen auch Elmar Hammerschmidt in den vergangenen Jahrzehnten geleistet hat. Ohne die Unterstützung durch die Mark-Sauerland-Touristik, die NRW-Stiftung und nicht zuletzt die Sparkasse Iserlohn wäre all das nicht möglich gewesen. Ich kann mich noch gut an Niggemanns Worte erinnern: „Wenn man etwas schaffen will, dann klappt das auch“. Viele „Bretter mussten wir gemeinsam bohren, um unser Ziel gemeinsam zu erreichen“.

Der größte Erfolg für alle Beteiligten war dann vor einigen Monaten die Verleihung des dritten Sterns im Rahmen der Regionale, der wiederum weitere Fördergelder locker machte. Landrat Thomas Gemke freute sich, dass die neue Beleuchtungstechnik die Attraktivität der Dechenhöhle weiter belebt. Er sparte auch nicht mit Lob für das überwiegend ehrenamtliche Engagement von Stefan Niggemann und seinem Team, die er als „echten Glücksfall“ für die Höhle bezeichnete. Auch der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler war schon ganz gespannt darauf, wie sich die Dechenhöhle in ihrem neuen Licht dem Betrachter präsentiert. Durch die Lichtinstallation ist sie im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Leuchtturm Iserlohns geworden. Er gratulierte dem Förderverein und der Höhlenbetriebsführung für die Umsetzung des Projektes, das auch dazu beträgt, den CO-2-Ausstoss zu verringern.

Die Realisation war nur dank finanzieller Hilfe durch die NRW-Stiftung sowie die MST-Eigentümergesellschaft möglich.Umgesetzt wurde sie durch das in Herborn ansässige Unternehmen „GermTec-Cave-Lightning“.