Lebendiges Dorf dank vieler „Stars“

Die "Stars" des Schlagerclubs Dröschede brachten den zweimal ausverkauften Saal Potthoff zum Toben.
Die "Stars" des Schlagerclubs Dröschede brachten den zweimal ausverkauften Saal Potthoff zum Toben.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Der Schlagerclub Dröschede ist ein Garant für ein attraktives Dorfleben in Dröschede. Am Wochenende herrschte bei zwei ausverkauften Shows im Saal Potthoff Riesenstimmung.

Dröschede..  Der Saal ist brechend voll und die Stimmung heiß. Die einen klopfen auf die Tische, klatschen oder stampfen mit den Füßen. Die anderen stehen schon auf dem Stuhl und schwenken Feuerzeuge. „Schöne Maid“, hämmern die Gassenhauer-Rhythmen aus den Lautsprechern. Da steht er auf der Bühne, der Tony Marshall, mit glänzender Lockenperücke und zu großem roten Sakko. Er heißt in Wirklichkeit Gerd Westesen, ist kein Profi, aber hat Talent. Singen muss er nicht, aber witzig aussehen, Glanz ausstrahlen und Stimmung machen. Die Musik kommt komplett von der CD. Beim Refrain wird sie langsam ausgeblendet, der ganze Saal tobt „Schöne Maid“. Dann kommt frenetischer Jubel auf, der den echten Tony Marshall vor Neid erblassen lassen würde.

Auch ohne Gesang wird von den Darstellern viel verlangt

Wieder einmal hat der Schlagerclub Dröschede zur Vollplayback-Show eingeladen. Wieder einmal ist das ganze Dorf in Ekstase. Am vergangenen Wochenende war der Saal Potthoff zweimal ausverkauft. Am Freitag wie am Samstag herrschte „Bombenstimmung“. Ohne Zugabe ging fast keiner der rund 20 Darsteller von der Bühne. Zweieinhalb bis drei Stunden sind schnell ‘rum.

Ob Giovanni Wagner den guten alten Johnny Cash mit „Jackson“ oder Harald Ruthmann den berühmten Peter Alexander mit „Die kleine Kneipe“ wieder auferstehen ließ, das Publikum ging begeistert mit. Alle waren sie da - beim großen Dröscheder Stelldichein - die Stars von einst und jetzt: Heino und Micki Krause, Nicole und Bernd Clüver, Maria und Margot Hellwig, Nina und Mike, Mary Roos und Geraldine Olivier....

Gewiss, sie müssen nicht selber singen, aber sie müssen Ausdruck haben, sich im Takt bewegen, nicht nur die Lippen, sondern den ganzen Körper bewegen, so als ob sie die großen Stars selbst wären oder auch eine gute Parodie davon. Das ist nicht leicht, das will geübt sein. Bühnenbilder, Kostüme und Requisiten bieten viel Raum für Gags und Fantasie. Das fordert Zeit und Arbeit. Regelmäßig treffen sich die Akteure und haben miteinander Riesenspaß, nicht nur, wenn ein Auftritt ansteht.

Seit zwölf Jahren gibt es den Schlagerclub und seine Erfolgsgeschichte ist ein Phänomen. Er ist ein Spaßfaktor, der das Dorf zusammenhält und zwar über die Generationen hinweg von über 80 bis unter 18. Die zahlreichen jungen Leute - auf der Bühne wie im Publikum beweisen: Ein lebendiges Dorf mit Zukunft.