Kolping-Mitglieder feiern ein Jahr lang gleich zweifach

Thomas Brieden (links) und Winfried James Waschk kommen mit einer Mischung aus Musik und Kabarett in die Aula des Gymnasiums Letmathe. Brieden feiert zudem ein Wiedersehen mit früheren Weggefährten.
Thomas Brieden (links) und Winfried James Waschk kommen mit einer Mischung aus Musik und Kabarett in die Aula des Gymnasiums Letmathe. Brieden feiert zudem ein Wiedersehen mit früheren Weggefährten.
Foto: IKZ
Ein doppeltes Jubiläum feiern Kolpingsfamilie und Kolpingchor Letmathe. Beide werden 125 Jahre alt. Das soll das ganze Jahr über in einer Vielzahl von Veranstaltungen gefeiert werden.

Letmathe..  Sonntag, 18. Januar: Das ist der Tag, an dem das Jahr 2015 für die Mitglieder der Kolpingsfamilie Letmathe und des Kolpingchors erst richtig beginnt. Denn um 11 Uhr fällt der Startschuss zum großen Jubiläumsjahr. Familie und Chor feiern ihr 125-jähriges Bestehen. Zum Auftakt geht es in die Aula des Gymnasiums Letmathe.

„Das wird eine zweiteilige Veranstaltung für Mitglieder, Freunde und Bekannte der Kolpingsfamilie und des Kolpingchores“, kündigt der Vorsitzende der Familie, Alfons Kersten, an. Natürlich werden er und Diakon Peter Trotier, Präses und geistliches Oberhaupt der Kolpingsfamilie, zunächst eine Ansprache halten. Aber dann gehört die Bühne dem von Heinrich Mainka geleiteten Kolpingchor, der Concertband und dem Musikverein der Kolpingsfamilie. Daran schließt sich eine Pause an, in der die Festgesellschaft miteinander ins Gespräch kommen kann, auch das Mittagessen ist dann fertig. Wer hier zulangen möchte, ist mit zehn Euro dabei. Im Preis enthalten sind auch Kaffee und Kuchen – beides gibt es aber erst zum Ende des zweiten Teils.

Freude auf Musik, Kabarett und einen alten Bekannten

Eröffnen wird ihn die von Klaus Bergmann geleitete TUBAnd, ehe zwei Männer in den Mittelpunkt treten, auf die sich Kersten und Bergmann ganz besonders freuen, wie sie beim Besuch in der Redaktion verrieten: das Musikkabarettistenduo Brieden & Waschk. Die beiden unterhalten das Publikum in der Aula mit einer Zusammenstellung aus unterschiedlichen Programmen. Aber das ist nur die halbe Geschichte, die hinter dem Duo steckt. Thomas Brieden war mehrere Jahre Schlagzeuger beim Orchester des Musikvereins, ehe er auf Winfried James Waschk traf. Im Anschluss haben die TUBAnd und der Chor einen zweiten Auftritt, ehe das Festprogramm bei Kaffee und Kuchen ausklingt. Damit bei dieser Feier möglichst viele Interessierte dabei sein können, wird ein Busverkehr eingerichtet, der sie um 10.30 Uhr von St. Kilian zum Gymnasium bringt und anschließend gegen 16.30 wieder zur Kirche zurückfährt.

Der Anfang dieses besonderen Jahres wäre damit gemacht. „Aber“, sagt Klaus Bergmann völlig zurecht, „die Jubiläumsfeierlichkeiten werden Kolpingsfamilie, Kolpingchor und häufig die Öffentlichkeit bis in den Dezember hinein begleiten“. 18 Termine folgen noch bis zum 4. Advent – dann steht das festliche Konzert zur Adventszeit in St. Kilian auf dem Programm. Ganz besonders groß ist die Freude auf den 10. Mai: An diesem Tag fahren Kolpingsfamilie, Kolpingchor und der Musikverein gemeinsam zur Minoritenkirche nach Köln, wo das sich Grab des 1865 verstorbenen Schutzpatrons und Gründers des Kolpingswerkes, Adolph Kolping, befindet.

Auch der Fronleichnamstag, 4. Juni, ist dick im Kalender markiert. Ihn hat die Kolpingsfamilie zum Patenschaftstag ausgerufen. Dass dieser im Park des Altenzentrums St. Kilian ausgerichtet wird, ist kein Zufall. Klaus Bergmann: „Die Kolpingsfamilie hat die Patenschaft für das Altenzentrum und seine Bewohner übernommen. Ab sofort werden wir musikalische und weitere unterhaltsame Aktionen mit den Senioren vorbereiten.“

Teilweise ist die Arbeit schon aufgenommen. Kathi Seidel leitet unter dem Motto „Musik tut gut“ einmal in der Woche eine Musikstunde, in der die Senioren singen, sich bewegen oder auch selbst ein Instrument spielen können. Kurz vor dem Start steht das Projekt „Unter 7, über 70“ von und mit Katrin Asmuth. Hierbei musizieren Vorschulkinder gemeinsam mit den Bewohnern des Altenzentrums. Mit diesen beiden und zukünftigen Aktionen soll die Teilnahme der Senioren am gesellschaftlichen Leben gesichert werden.