Katrin Brenner: Mit Letmathe vertraut gemacht

Karsten Meininghaus begrüßt Bürgermeisterkandidatin Katrin Brenner und den JU-Bundesvorsitzenden Paul Ziemiak (stehend) bei der Mitgliederversammlung im Kolpinghaus
Karsten Meininghaus begrüßt Bürgermeisterkandidatin Katrin Brenner und den JU-Bundesvorsitzenden Paul Ziemiak (stehend) bei der Mitgliederversammlung im Kolpinghaus
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Paul Ziemiak spricht sich für ein Auswahlverfahren bei der Einwanderung aus, Katrin Brenner macht sich für mehr Deutschkurse für Flüchtlinge stark. Dieses Thema war ein Schwerpunkt bei der Jahresversammlung.

Letmathe..  Bürgermeister-Kandidatin Katrin Brenner weiß Letmathe zu schätzen. Das hat sie am Donnerstag bei der Jahresversammlung der CDU-Ortsunion im Kolpinghaus mit einem drastischen Vergleich humorvoll unterstrichen. „Mein Vater hat mich vor Letmathe gewarnt, das sei ein ganz widerliches Pflaster,“ sagte die Christdemokratin aus Menden, um sofort darauf deutlich zu machen, dass sie sich im Laufe der 22 Jahre, die sie nun schon für die Stadt Iserlohn arbeitet, mit den vielen Vorzügen Letmathes vertraut machen konnte. Das hob sie an einem Beispiel zum Thema Schulen hervor: „Kürzlich hat mir nach einem fürchterlichen Tag in Sachen Schulpolitik eine Iserlohner Mutter gesagt: In Letmathe müsste man wohnen.“

Freude über das Engagement von Kolping für Flüchtlinge

Katrin Brenner kündigte an, einen Wahlkampf zu führen, „wie ihn Iserlohn noch nicht erlebt hat - mit viel Herz und gutem Willen“. Sie bekannte sich als katholische Christin und machte sich für eine bessere Integration von Flüchtlingen stark. „Wir können es uns überhaupt nicht leisten, Menschen mit Migrationshintergrund nicht zu integrieren.“ Ganz wichtig sei das Kennenlernen der Kulturen. Deshalb habe sie sich riesig über die Kolping-Mitglieder aus Letmathe bzw. der Grüne gefreut, die bei ihr Interesse an aktiver Flüchtlingsarbeit bekundet hätten. Deutschkurse seien die allerwichtigste Maßnahme, betonte Brenner.

Als Hauptredner des Abends glänzte der Iserlohner Christdemokrat und neue Bundesvorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak. Indem er mit Rhetoriktalent sachkundig auf aktuelle Themen einging, und die CDU zu anderen Parteien abgrenzte, gab er dem christdemokratischen Profil Schärfe. Ziemiak mahnte, das rasante Tempo der digitalen Revolution wahrzunehmen. Technische Berufe änderten sich so schnell, dass der Beruf der Krankenschwester sicherer erscheine als der eines Computerspezialisten. Bei der Diskussion um den Freihandel lenkte Ziemiak den Blick darauf, dass sich Deutschland angesichts großer Handelsmächte wie China oder USA nicht der Zukunft verweigern dürfe, wenngleich Risiken abzuwägen seien. Als Kompass der CDU-Politik gab Ziemiak das Prinzip aus: Wir richten uns nicht nach Ideologien aus, sondern nach dem Menschen. In der Einwanderungspolitik setzte sich Ziemiak für ein Auswahlverfahren mit Punktesystem ein.

CDU-Mitglied Herbert Müller regte an, einen Arbeitskreis zu gründen, der sich den Herausforderungen des demografischen Wandels vor Ort stellt.

Für langjährige Treue zur CDU wurden geehrt: Franz-Josef Schlotmann (50 Jahre), Herbert Müller (40), Willi Mönig , Karsten Kreft und Karsten Meininghaus (je 25 Jahre).