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Wenn der Bussard "angreift"

Jogger, aufgepasst: Vögel verteidigen ihre Jungen!

27.05.2009 | 17:22 Uhr
Jogger, aufgepasst: Vögel verteidigen ihre Jungen!

Letmathe. Vögel können so liebe Tierchen sein, aber auch gefährlich - wenn sie ihre Brut oder ihre Jungen verteidigen. Jogger und Läufer machen dieser Tage wieder häufig unangenehme Bekanntschaft mit (Greif-)Vögeln.

„Es ist wieder Frühjahr und der Bussard wieder da”, schreibt Frank Menne vom Schälk. „Tatort” ist das Waldstück an der Schälkstraße zwischen Schälk (Waldanfang) und Abzweig Bürenbrucher Weg. Dort fliegt ein Bussard schon mal, oft von hinten kommend, dicht über den Köpfen der Läufer. Im schlimmsten Fall streift er, wie unser Leser beobachtet hat, mit seinen Klauen über den Kopf, was zu schmerzhaften Schürfwunden führen kann.

„Der Bussard belästigt die Läufer”, beklagt sich der Jogger. Aber ist es nicht genau umgekehrt? „Die Vögel verteidigen ihre Brut oder ihre Jungen”, erläutert Klaus Buhl von der Fürstlich-Bentheimschen Forstverwaltung, Hohenlimburg, die für Teile des Schälks zuständig ist. Die Vögel sind quasi von Natur aus darauf programmiert, ihren Nachwuchs zu schützen. Wer ihnen zu nahe kommt, wird angegriffen, und sei der „Feind” noch so groß.

Schnell laufende Menschen werden als Angreifer gesehen . Dennoch brauchen Jogger keine große Angst zu haben. „Es gibt ein einfaches Mittel, die Vögel abzuwehren”, empfiehlt Buhl. „Man nehme im Wald einen Stock in die Hand. Kommt ein Greifvogel angeflogen, halte man den Stock hoch über den eigenen Kopf. Dann greift der Vogel nur den Stock an.” Andere Behörden raten, auf langsames Schritttempo umzuschalten oder eine Kopfbedeckung zu tragen. „Aber auf keinen Fall darf man den Vögeln etwas zu Leide tun”, mahnt Buhl. „Sie stehen unter Artenschutz”.

Jogger Frank Menne vom Schälk hat einen anderen Tipp: Einfach die Wege meiden, wo Bussarde oder andere Greifvögel in der Nähe nisten. Wer täglich dieselbe Strecke läuft, wird die Gefahrenstellen kennen, ansonsten aber gibt es keine Warnhinweise. Allein im Bereich Schälk / Bürenbrucher Weg dürften laut Buhl etliche Bussardpaare brüten.

Generell gilt: Absolute Sicherheit gibt es nicht. Wer sich in den Wald begibt, tut dies nach Paragraph 2 des Landesforstgesetzes immer und überall „auf eigene Gefahr”. Der Forstexperte rät, besonders auf kleine Kinder aufzupassen. In etwa vier Wochen dürfte sich die Lage entspannen. Dann ist die Aufzucht der Vogeljungen in der Regel vorbei.

Helmut Rauer



Kommentare
30.05.2009
10:55
Jogger, aufgepasst: Vögel verteidigen ihre Jungen!
von VonGegenüber | #1

>>unangenehme Bekanntschaft mit (Greif-)Vögeln.<<
Sollte doch bestimmt heißen:
>>unangenehme Bekanntschaft mit (Greif-)Vögel.<<
Dieses kleine >>n<< zuviel verändert doch den Sinn des Satzes.

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