Investor soll Gelände bereits gepachtet haben

Drehen sich auf der Schälker Heide demnächst doch Windräder?
Drehen sich auf der Schälker Heide demnächst doch Windräder?
Foto: Michael May/IKZ
Nach unserer Zeitung vorliegenden Informationen soll ein Projektentwickler von Windkraftanlagen dafür notwendiges Gelände vom Fürst zu Bentheim-Tecklenburg im Bereich Schälk angepachtet haben.

Grürmannsheide.. Drehen sich am Schälk demnächst doch Windräder? Dies dürfte zumindest das Ziel der „ABO Wind AG“ sein, einem international agierenden Projektentwickler für die Errichtung von Windparks, der nach Informationen unserer Zeitung das einst auch als potenzielle Windkraft-Vorrangfläche vorgesehene Areal an der Grürmannsheide vom Grundstückseigentümer Fürst Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg gepachtet haben soll. Auf Anfrage unserer Zeitung war das Unternehmen mit Sitz in Wiesbaden nicht zu einer Stellungnahme bereit, erklärte aber, für Donnerstag der kommenden Woche zu einem Pressegespräch auf das Schloss Hohenlimburg einladen zu wollen, um dann detailliert Auskunft zu geben.

Genehmigungsverfahren „kein Spaziergang“

Sollten sich unsere Informationen bestätigen, dürfte es für das Unternehmen, das nach eigenen Angaben bis Ende 2014 bisher 510 Windanlagen errichtet hat, jedoch kein Spaziergang zur Genehmigung des Vorhabens auf dem Schälk werden. Die Planungsabteilung der Stadt zumindest, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Informationen über die neue Entwicklung verfügt, verweist darauf, dass das kommunale Flächennutzungsplanverfahren zur Ausweisung neuer Vorrangflächen ruhe.

Zum aktuellen Zeitpunkt sei ein Windkraftprojekt auf der Fläche auf dem Schälk, an der eine Rotmilan-Population nachgewiesen wurde, nicht genehmigungsfähig. „Um das durchzusetzen, müsste man die Stadt verklagen“, so ein Sprecher aus der Planungsabteilung im Iserlohner Rathaus. Die Regionalplanung könnte hingegen dem Projektentwickler in die Karten spielen. Denn beim Verfahren zur Ausweisung von Windkraft-Vorrangzonen im Gebiet der Bezirksregierung Arnsberg steht der Bereich auf dem Schälk sehr wohl noch auf der Liste der potenziellen Standorte.

Ob dies auf eine mögliche juristische Auseinandersetzung Einfluss haben könnte, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht einschätzbar.