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Hoffnung auf Millionen für Genna gründen sich jetzt auf die "Lenne-Schiene"

18.02.2010 | 15:51 Uhr
Hoffnung auf Millionen für Genna gründen sich jetzt auf die "Lenne-Schiene"

Letmathe. Das Einzelprojekt Genna ist „gestorben”. Die Stadt Iserlohn hat ihre Strategie für die „Regionale” geändert. Sie setzt ihre Hoffnung, Zuschüsse vom Land für den vernachlässigten Stadtteil zu bekommen, jetzt ausschließlich auf das Projekt „Lenneschiene”.

Wie Ressortleiter Olaf Pestl erläuterte, ist die „Lenne-Schiene” ein Gemeinschaftsprojekt von acht Städten. Diese Städte, die von Lennestadt bis Letmathe alle am selben Fluss liegen, schmieden gemeinsam Zukunftspläne. Sie reichen zusammen einen Antrag ein und müssen sich im Erfolgsfall die Millionen teilen.

Das ursprüngliche Genna-Projekt ist laut Pestl an der mangelnden Ausstrahlung auf ganz Südwestfalen gescheitert. Bei der „Lenneschiene” sieht er diese Gefahr nicht. „Da gibt es viel bessere Ansatzpunkte,” ist der Ressortchef zuversichtlich.

Wie Pestl einräumt, besteht die Schwierigkeit darin, dass sich acht verschiedene Städte einigen und später die Mittel teilen müssen. Der gemeinsame Planungsprozess, der von der Stadt Lennestadt koordiniert wird, verlaufe bisher aber sehr zufriedenstellend: „Die Städte haben viele Gemeinsamkeiten entdeckt.”

Da Genna nunmehr Teil eines neuen Projekts geworden ist, lässt sich laut Pestl derzeit nichts über die Höhe der möglichen Zuschüsse sagen. Sie müssten nicht unbedingt niedriger ausfallen als im ursprünglichen Konzept. Es komme darauf an, den Regionale-Ausschuss von den Vorzügen und Erfordernissen des Projekts selbst zu überzeugen.

Das Thema Bahnhof Letmathe bleibt auch unter geänderten Projektbedingungen erhalten. Die Stadt Iserlohn ist zuversichtlich, dass der Bahnhofsumbau im Rahmen der „Lenne-Schiene” vollzogen und finanziert werden kann. Schließlich hätten auch andere Städte ihren Bahnhof ins Projekt eingebracht.

Die Entwicklung der Gewerbestrukturen sowie der Naturflächen, Freizeit- und Erholungseinrichtungen spielt laut Pestl für alle acht Städte eine wichtige Rolle. Deshalb kann sich der Ressortleiter in Genna die Anlage von Rad- und Wanderwegen mit Anbindung an touristische Attraktionen wie etwa die Dechenhöhle gut vorstellen. Das vom Heimatverein und der Werbegemeinschaft Letmathe gewünschte Lenne-Cafe´ am Flussufer passt nach Pestls Ansicht durchaus in diese Überlegungen mit hinein.

Ein Problem des Projekts ist allerdings die „Zeitschiene.” Zwar hoffen die Lenne-Anrainer-Städte, in diesem Jahr den zweiten Stern für ihr Projekt zu bekommen. Die Gelder werden aber erst bewilligt, wenn der Regionale-Ausschuss den dritten Stern vergibt. Politiker fragen sich, ob die Stadt Iserlohn mit dem Bahnhofsumbau in Letmathe so lange warten kann.

Helmut Rauer

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