Hexion: Politik bietet Hilfe an
20.11.2009 | 15:27 Uhr 2009-11-20T15:27:00+0100
Letmathe. Die Verhandlungen zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat über einen Personalabbau bei Hexion in Letmathe sind vorerst unterbrochen. Sie sollen nächste Woche fortgesetzt werden. Die örtliche Politik hat sich des Themas angenommen.
„Es wird hart und heftig über die zukünftige Entwicklung des Standorts gerungen”, schilderte der Betriebsratsvorsitzende Bernd Rau die Gesprächsatmosphäre, ohne auf Inhalte einzugehen. Für die nächsten Wochen stellte er eine Betriebsversammlung in Aussicht.
Unterdessen hat sich auch die Politik des Themas angenommen. Der Landtagsabgeordnete Thorsten Schick (CDU) hat dem Betriebsrat seine Unterstützung angeboten. Falls erforderlich könne er nach Maßgabe des Betriebsrates wie beim Personalabbau vor drei Jahren Gespräche mit den zuständigen Ministerien vermitteln. Zunächst aber müsse das Ergebnis der laufenden Verhandlungen abgewartet werden, sagte Schick auf Anfrage.
Auch die Letmather CDU wird sich, wie der Vorsitzende Karsten Meininghaus erklärte, mit dem Thema beschäftigen. „Wir werden darüber sprechen, ob wir auf örtlicher Ebene Hilfe anbieten können, um Entlassungen zu vermeiden”, kündigte er an. Die Ankündigung des massiven Personalabbaus einige Wochen vor Weihnachten wertete er als „Katastrophe”.
Bestürzt zeigt sich auch die Letmather SPD. „Die drohenden Arbeitsplatzverluste machen uns sehr besorgt”, sagte Vizebürgermeister Michael Scheffler. Schon vor Jahren, als Hexion die Bakelite AG übernahm, habe man sich gefragt, ob der Standort von der Qualität her und mit den Mitarbeitern auf Dauer erhalten bleibe. Schließlich sei die Vorgehensweise amerikanischer Investoren von anderen Stellen bekannt. „Ich hoffe, dass die Gespräche zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung so ausgehen, dass der Standort gesichert bleibt”, betonte der SPD-Politiker.
Wie berichtet, beabsichtigt die Geschäftsführung des Chemieunternehmens aufgrund schwerer Umsatzeinbußen jede zweite der 380 Stellen zu streichen und Teile des Betriebes zu verlagern. Betriebsrat und Gewerkschaft halten die Maßnahmen für überzogen und Verlagerungen für vermeidbar.
12:39
Liebe Politiker,
bitte keinen Euro mehr in diese Amerikanische Firma, die machen eh dicht.
Das war beim Kauf von Bakelitte schon geplant.
Gebt das Geld den Mitarbeitern, aber auf keinen Fall Hexion.
Bitte!
11:59
Warum kriegen Unternehmen eigentlich auch noch Geld in den Popo wenn sie mit Entlassungen drohen? Gebt es doch direkt den Menschen.