Gutachten: Aquamathe nicht mehr zu sanieren
10.02.2012 | 16:31 Uhr 2012-02-10T16:31:00+0100
Letmathe.Das Letmather Aquamathe ist veraltet, unattraktiv und nicht mehr sanierungsfähig – zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Unternehmens „BS consulting“ Herne, dass nach Informationen unserer Zeitung durch den Unternehmensmitarbeiter Schilling in der Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke und der Bädergesellschaft am Donnerstagabend vorgesellt worden ist.
Die Empfehlung der Gutachter ist daher eindeutig und zielt auf die Aufgabe des Aquamathe aus wirtschaftlichen Gründen. „Selten ist das Ergebnis einer Bäderanalyse so eindeutig“, heißt es im Fazit der Expertise, „das Aquamathe ist baulich und technisch am Ende des Lebenszyklus.“
Nach Aussage des Gutachters müssten in den kommenden drei Jahren rund 1,25 Millionen Euro aufgewendet werden, um den Betrieb nach dem heutigen Standard für Frei- und Hallenbäder in technischer und juristischer Hinsicht zu sichern. Kurzfristig würde schon eine halbe Million Euro fällig. In dem Gesamtbetrag nicht enthalten ist eine Attraktivitätssteigerung, die Investitionen würden sich vielmehr in einem für den Badegast nicht sichtbaren Bereich wiedespiegeln, sämtliche nicht mehr zeitgemäßen Bad-Bedingungen indes seien in der Kostenkalkulation noch nicht erfasst. „Der Badegast besucht weiter eine nicht mehr ansatzweise zeitgemäße Freizeitanlage“, schlussfolgert BS consulting. Die Bewertung der Gutachter: „Der Standort Aquamathe ist nicht mehr sanierungsfähig.“ Statt einer mit hohem Aufwand verbundenen Sicherung des Standorts empfiehlt die Expertise die langfristige Fokussierung auf das Seilerseebad, zumal Iserlohn heute noch eine doppelt so große Wasserfläche pro Einwohner zur Verfügung stellt wie im Bundesdurchschnitt. Eine Verlagerung der Nutzergruppen aus Letmathe zum Seilerseebad ist nach Einschätzung der Gutachter möglich, ohne dass dort bauliche Erweiterungen erforderlich wären. Durch die Aufgabe des Aquamthe käme es überdies zu Betriebskosteneinsparungen von etwa 630000 Euro jährlich. Dazu Martin Luig, Betriebsleiter der Bädergesellschaft und auch verantwortlich für das Aquamathe: „Das Gutachten geht jetzt an die Stadt Iserlohn als Eigentümerin. Die in dem Gutachten genannte Summe basiert auf Schätzungen, die nun im Detail zu prüfen sind. Zudem wird das Gutachten in die politischen Gremien gehen, die letztlich darüber entscheiden werden, wie es mit dem Aquamathe weitergehen wird“.
Martin Luig macht kein Geheimnis daraus, dass das 45 Jahre alte Aquamathe tatsächlich am „Ende des Lebenszyklus“ für ein Frei- und Hallenbad angekommen sei. „Wir sprechen hier nicht von Reparaturen beispielsweise am Dach oder einen Umbau der Sauna durch die Bädergesellschaft“, so Luig. „In diesem Fall geht es um massiven Substanzerhalt, der schnell ein Fass ohne Boden werden kann“.
23:00
Ein Bad von beiden sollte bestehen bleiben: Letmathe oder Hohenlimburg. Beide stehen zur Diskussion, beide zu schließen wäre aber fatal.
Vielleicht können sich die beiden Bezirksvertretungen einmal zusammensetzen und nach einer gemeinsame Lösung suchen?
10:29
kultur ist das höchste gut! das wird immer gesagt, es wird mal zeit das es bewiesen wird. es ist alt, ok. die instandhaltung kostet ne menge geld, ok. wie wäre es mit einem neubau? es muss ja kein glaspalast mit sämtlichen schnick-schnack sein. liebe leute, da muss eine lösung möglich sein!
09:47
Aber die Kosten für die Eishalle müssen ja reingeholt werden . Und wieder mal auf Kosten von Letmathe !!!
20:03
Letmathe säuft ab ohne Schwimmbad.
Zwei Generationen Letmather haben hier das Schwimmen und Tauchen gelernt. Das muß auch weiterhin möglich sein.
- "Unzeitgemäß" - was soll der Unsinn? Was kann an einem Pool unzeitgemäß sein? Kann sich noch jemand an das Spaßbad in Schwerte erinnern? Das war "zeitgemäß". Mit aller Kurzweil, die sich ein Schwimmbadbetreiber so ausdenken kann. Leider fehlte ein Schwimmbecken, und nun ist es Geschichte.
Das Schwimmbad in Iserlohn ist keine Alternative für kleine und große Letmather Bürger. Es ist nicht "mal eben" erreichbar. Sonstige besondere Qualifikation? Die knietiefe Salzwasserpfütze im Untergeschoss vielleicht, für die man extra Eintritt entrichten muss? Ach was.
Wir brauchen unser Aquamathe. Die Stadt muss Geld in die Hand nehmen, wenn es nun nicht anders geht, aber das gehört dazu. Wir sind hier nicht "***** der Welt", es geht nicht nur um eine "Freizeiteinrichtung", sondern es geht um einen Bestandteil unserer Kultur.
12:42
Oh oh, das ist ganz schlechtes Kino und ein Trauma für die Region Hohenlimburg-Letmathe. Ich hoffe, dass darüber das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde, denn es wäre ein große Katastrphe für Letmathe und dessen Nachbarstadt, denn die Hohenlimburger wollen nicht wirklich nach Hagen in diese Prestigebad der Stadt und ob die Letmather gerne nach Iserlohn fahren glaube ich auch nicht wirklich. Fahrtkosten in den Ferien für Kinder mit dem Bus wird wohl manch Elternteil abwinken lassen.