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Große Herausforderungen für Oratorienchor

20.07.2010 | 15:19 Uhr
Große Herausforderungen für Oratorienchor
Oratorienchor Letmathe auf der Freitreppe von Haus Letmathe

Letmathe. Als sich der Oratorienchor Letmathe im Herbst 1988 gründete, steckten die Sängerinnen und Sänger sowie der damalige Chorleiter Gebhard Reichmann zwar voller Elan und Tatendrang, keiner von ihnen hätte damals aber wohl die Prognose gewagt, der Chor werde in den folgenden 22 Jahren die stolze Zahl von 116 Konzerten geben.

Die Geschichte des Oratorienchors ist eine Erfolgsgeschichte, auch nachdem Paul Breidenstein die Nachfolge von Gebhard Reichmann als musikalischer Leiter angetreten hat. Die derzeit rund 80 Aktiven sind mit dem selben Feuereifer wie anfangs bei der Sache und die musikalische Leistungsfähigkeit des Chores hoch wie eh und je. Eifer und Können sind auch unabdingbare Voraussetzungen für das hochkarätige Programm, dass der Oratorienchor in der zweiten Jahreshälfte 2010 bewältigen will. Neben kleineren Auftritten in Gottesdiensten und bei anderen Gelegenheiten stehen vier große Konzerte an, jeweils mit unterschiedlichem Programm, mit unterschiedlichen Orchestern, Solisten und in verschieden Städten.

Am 17. November singt der Oratorienchor im Stadttheater in Lippstadt im Rahmen des NRW-Landesmusikfestes die „Messa die Gloria“ von Giacomo Puccini. Vom 14. bis 20. Oktober reist der Chor nach Chartres, wo er in der weltberühmten Kathedrale Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart und Giacomo Puccini aufführt. Am 9. November steht in der Hagener Stadthalle die „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi auf dem Programm, die der Oratorienchor gemeinsam mit dem Chor des Hagener Stadttheaters und den Hagener Philharmoniker unter Leitung von Florian Ludwig präsentiert.

Hat der Chor diese drei Werke schon seit längerer Zeit im Repertoire, so erwartet die Besucher des Jahreskonzertes am 21. November eine Premiere: die „Messa per Rossini“, die Giuseppe Verdi und zwölf weitere Komponisten zu Ehren ihres großen Kollegen geschrieben haben. Das Werk war lange verschollen, die Noten sind erst im Jahr 1970 wieder entdeckt, das Werk 1988 uraufgeführt worden. Seither ist das schwierige aber grandiose Requiem weltweit noch keine zehn Mal gespielt und gesungen worden.

Angesichts solcher Herausforderungen fällt für den Oratorienchor die Sommerpause weitgehend aus – lediglich an zwei Dienstagen in den Ferien wird nicht geprobt. Paul Breidenstein weiß, dass er seinen Sängerinnen und Sängern einiges zumutet, der Chor hat allerdings längst begriffen, dass außer mit harter Arbeit dieses Halbjahresprogramm nicht zu stemmen ist.

Nähere Infos zu den vier großen Konzerten wird die Heimatzeitung in den folgenden Ausgaben veröffentlichen.

Reinhard Köster

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