Gennaer Straße wird zur Meile der guten Düfte

Frisch aus dem Ofen: Das kulinarische Spektrum der anatolischen Genüsse wurde beim DITIB-Gemeindefest nicht nur in Form türkischer Pizza präsentiert.
Frisch aus dem Ofen: Das kulinarische Spektrum der anatolischen Genüsse wurde beim DITIB-Gemeindefest nicht nur in Form türkischer Pizza präsentiert.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Letmather DITIB-Gemeinde begrüßte am Sonntag hunderte Besucher bei ihrem Gemeindefest „Kermes“.

Iserlohn..  Es liegt was in der Luft: Am Sonntag verwandelte sich die Gennaer Straße in Letmathe für mehrere Stunden in eine Meile der guten Düfte. Grund war die „Kermes“, das alljährliche Fest der muslimischen DITIB-Gemeinde.

Schon am Morgen hatten zahlreiche Gemeindemitglieder und Helfer mit dem Aufbau von Ständen und Zelten an dem Parkplatz an der Gennaer Straße 76, unweit der Moschee, begonnen. Bald darauf zogen die Düfte von zahlreichen Fleisch-, Teig-, aber auch Süßgerichten hauptsächlich der anatolischen Küche durch den Ort – und machten es so zumindest den Anwohnern schwer, dem Gemeindefest fernzubleiben.

Gleich hinter dem Eingang zum Festplatz saßen bereits seit dem Morgen zahlreiche Frauen aus der Gemeinde, rollten Teig, bestrichen ihn für türkische Pizza mit würziger Soße und Fleisch, bevor das Ganze frisch in Ofen oder auf dem Grill landete. Die Männer der Gemeinde hielten es eher mit der Zubereitung von Fleisch – anscheinend eine Rollenverteilung, die sich nicht nur in der deutschen Kultur in dieser Form verfestigt hat.

Programm mit Schwerpunkt auf dem Kulinarischen

Am Mittag füllte sich der Platz langsam. Bei einer Tombola gab es zahlreiche Preise zu gewinnen, vom Motorroller bis zum Tablet-PC, doch dürften die meisten Besucher dann doch wegen der vielen Köstlichkeiten den Weg hergefunden haben.

„Das Essen steht natürlich hier im Vordergrund“, sagt Halit Malak, 2. Vorsitzender der Letmather DITIB-Gemeinde und einer von gut 50 Helfern, die hier heute Hand anlegten, damit die Besucher einen entspannten Tag in netter Atmosphäre verbringen konnten.

Und die Gäste konnten hier dann neben den bekannten türkischen Gerichten, der Döner-Spieß fehlte natürlich nicht, auch zahlreiche eher unbekannte türkische Gerichte genießen, vom Adana-Spieß bis hin zu Icliköfte (würzige Hackbällchen) oder Künefe (Süßgebäck). Dazu gab es am Nachmittag eine Tanzvorführung, für die Kinder stand unter anderem eine Hüpfburg bereit, später trat ein Kinderunterhalter auf. Halit Malak ist es wichtig, dass beim Gemeindefest auch Nicht-Muslime immer willkommen sind – und der Besuch bestätigt, das diese Botschaft bei den Gästen angekommen ist.