Gelungenes Revival der "Götterväter"
27.09.2009 | 18:24 Uhr 2009-09-27T18:24:00+0200
Letmathe. Revivals und Comebacks sieht man in der Musikszene häufig. Doch was auf internationaler Ebene oft daneben geht, ist der Letmather Band „Zeus” gelungen. Nach 30 Jahren Pause hieß es am Samstag im Saalbau: Die Götterväter sind zurück!
„Gut seht ihr aus, habt euch gar nicht verändert - wir auch nicht!”, begrüßte Sänger und Keyboarder Roland Paroth die begeisterten Fans. Äußerlich sind die Unterschiede zwischen den Fotos aus alten Zeiten, die das Publikum vor Beginn des Konzertes auf der Leinwand betrachten konnte, und den Musikern zwar nicht zu übersehen, doch musikalisch sind sie ihren Fans und sich selbst treu geblieben.
Von der alten Besetzung standen am Samstag neben Roland Paroth auch die Gitarristen Jörg Schmitz und Frank Busch und Schlagzeuger Andreas Martin auf der Bühne. Frank Rossmann unterstützte die Band an der Gitarre und für den Bassisten Jürgen Schäfer, der absagen musste, sprang Thomas Kasselmann von „Limestone” ein.
Viele der Fans von früher waren gekommen, um das Revival mitzuerleben. Stefanie Walgenbach ist eine von ihnen. Sie hat die „Zeus”-Akteure schon am Letmather Gymnasium kennengelernt, „als die noch im Keller bei Andi geprobt haben”. Ihr erstes Konzert besuchte sie im Pfarrheim in der Grüne und erlebte mit, wie die Band „auf einmal immer berühmter wurde”.
Sie sollte an diesem Abend nicht nur viele bekannte Gesichter wiedersehen. Auch unter den Liedern waren viele Klassiker: „Wir wurden sehr viel von Filmen beeinflusst”, erklärte Roland Paroth. So ist zum Beispiel der Zeus-Song „Pourquoi Pas” vom gleichnamigen Film inspiriert. Auch über „A Clockwork Orange” komponierte die Band einen Song - sogar zehn Jahre bevor die „Toten Hosen” den nach dem Hauptdarsteller benannten Titel „Hier kommt Alex” veröffentlichten.
Nicht alle alten Stücke wurden unverändert gelassen. So bekam der Song „Shelter” ein neues Ende und von der Ballade „Supression by love” spielten „Zeus” eine Dancefloor-Version, „für die früher die Flaschen geflogen wären”, die am Samstag aber wie alle Stücke begeisterten Applaus erhielt. Alte und neue Fans feierten ausgelassen das Revival.
„Mein Schwager singt in der Band, dadurch habe ich die Zerstreuung der Bandmitglieder mitbekommen”, erzählt Stefan Geuss, während er ein Tournee-T-Shirt kauft. „Es ist toll, dass sie sich für dieses Event wieder zusammengefunden haben. Ich hoffe , es ist nicht das letzte Mal!”
0mitdiskutieren