Freude an der Musik griff auf Zuhörer über
16.02.2010 | 15:21 Uhr 2010-02-16T15:21:00+0100
Letmathe. Gerade mal sieben Stunden Zeit hatten die Teilnehmer des Projektchores unter der Leitung von Professor Michael Schmoll um die Lieder für ihr Konzertprogramm am Samstagabend in der Friedenskirche einzustudieren.
Dafür klangen sie nicht nur erstaunlich professionell, sondern vermittelten außerdem eine Freude an der Musik, die auf die Zuhörer übergriff.
Der Hochschullehrer, Komponist und Chorleiter Michael Schmoll hatte mit den siebzig Sängerinnen und Sängern aller Altersstufen am Freitag Abend und Samstag Nachmittag in einem Workshop einige seiner eigenen modernen Lieder für Gottesdienste eingeübt.
Der Schwierigkeitsgrad reichte dabei von einstimmigen bis zu vierstimmigen Sätzen. Im ersten Teil des Konzertes präsentierte der Chor die deutschsprachigen Lieder „Such Gottes Wort”, „Kyrie” und „Das Wasser meines Lebens”.
Bei dem Stück „Sende deinen Engel” wurden auch die Zuhörer eingespannt und durften den Refrain mitsingen. Außerdem hatte der Chor als Halbplayback das Lied „Zipporahs Zuspruch” aus dem Pop-Oratorium „Die Zehn Gebote” einstudiert.
Den zweiten Teil des Konzerts gestaltete die Pianistin Lisa Richter, die auf dem E-Piano bekannte Pop-Songs, Spirituals und Gospels spielte und von den fast achzig Zuhörern in der Friedenskirche viel Applaus erntete.
Anschließend sang der Projektchor drei mitreißende afrikanische Kirchenlieder, darunter ein Halleluja und das Kyrie „Herr, du hast mich gesendet” aus Ghana. Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger dabei von der erst vor kurzem gegründeten Trommelgruppe der evangelischen Gemeinde, die ebenfalls an dem Workshop teilgenommen hatte.
Einen beeindruckenden Ausklang fand das etwas mehr als einstündige Konzert in der Friedenskirche in einer Orgelimprovisation, in der Professor Michael Schmoll die Melodien des Workshops noch einmal aufgriff und gekonnt variierte.
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