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Brutale Einbrecher müssen...

Flasche auf den Schädel: Drei Jahre und neun Monate Haft

23.06.2010 | 15:26 Uhr

Letmathe/Hagen.Hohe Freiheitsstrafen für ein brutales Einbrecher-Trio hat am Dienstag das Landgericht Hagen verhängt. Der 19-jährige Haupttäter, der in Letmathe einem Hauseigentümer mit einer Glasflasche den Schädel gebrochen hat, muss drei Jahre und neun Monate einsitzen.

Auch der gleichaltrige Komplice, der dem taumelnden Opfer noch einen Faustschlag „hinterherschickte“, kommt hinter Gitter. Die Große Jugendkammer am Landgericht Hagen verurteilte ihn zu drei Jahren und drei Monaten Jugendstrafe. Beide Einbrecher wurden des schweren räuberischen Diebstahls und der gefährlichen Körperverletung für schuldig befunden. Der Dritte im Bunde, der „Schmiere“ stand und den Flucht-Mercedes fuhr, kam mit einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung davon.

Der Vorsitzende Richter Dr. Frank Schreiber begründete die harten Jugendstrafen vor allem mit der Brutalität der Einbrecher. Sie waren bei ihrem Rückzug aus dem Haus an der Schwerter Straße im Treppenhaus vom zurückgekehrten Hauseigentümer (52) überrascht worden. Um mit ihrer Beute an dem Mann vorbei fliehen zu können, griff der eine Täter eine volle Glasflasche aus einer Mineralwasserkiste. Ob er damit dem Opfer den Schädel einschlug oder sie ihm aus nächster Nähe an den Kopf schleuderte, konnte im Laufe des Prozesses nicht geklärt werden.

Auf jeden Fall trug der 52-Jährige so schwere Verletzungen davon, dass er in Todesgefahr geriet, wie der Vorsitzende Richter herausstellte. Schädel- und Jochbeinbruch sowie ein Knochensplitter im Gehirn stellten die Ärzte vor Herausforderungen. Bis auf leichte Gedächtnis- und Konzentrationsschwächen blieben bei dem sportlich drahtigen Opfer zum Glück keine schweren Schäden zurück. „Er ist dem Tod von der Schippe gesprungen“, stellte der Vorsitzende Richter fest.

Der Nebenklage-Vertreter, Rechtsanwalt Dominik-Petereit, hatte im Namen des Opfers mit sechs und fünf Jahren Jugendstrafe ein weit höheres Strafmaß gefordert. Dem Angreifer mit der Sprudeflasche warf er in seinem Plädoyer sogar „zumindest bedingte Tötungsabsicht“ vor. Dem mochte das Gericht allerdings nicht folgen. Wenn er den 52-Jährigen hätte töten wollen, hätte er dazu Gelegenheit gebabt, als der Getaumelte wehrlos neben dem Hauseingang lag. Doch die Täter ließen ihn dort liegen und flohen mit ihrer Beute (Handy, Navi, Laptop und mehr). Sie ahnten nicht, dass der Schwerverletzte sich kurz darauf aufrappelte und sie auf der Autobahn bis Elsey verfolgte, um das Kennzeichen zu notieren.

Die drei 19-Jährigen, die dank dieses unglaublichen Kraftakts tatsächlich ermittelt werden konnten, legten zumindest teilweise Geständnisse ab und zeigten vor Gericht Reue. „Es tut mir sehr leid“, sagte jeder der drei. Und alle entschuldigten sich bei ihrem Opfer.

Diese Reue und andere Umstände bewogen das Gericht, das harte Urteil in gewisser Weise zu mildern. Die Kammer setzte den Vollzug des Haftbefehls vorläufig aus. Das heißt, solange das Urteil nicht rechtskräftig wird, dürfen die Verurteilten ihre Freiheit genießen, müssen sich nur zweimal pro Woche bei der Polizei melden. Eine Fluchtgefahr mochte die Kammer nicht erkennen.

Alle drei Täter mit Migrationshintergrund stammen aus Dortmund und hatten oder haben Probleme mit dem Elternhaus und der Schule, sowie keine abgeschlossene Berufsausbildung. Zwei von sind vorbestraft und haben Erfahrungen mit Drogen.

Helmut Rauer

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Kommentare
25.06.2010
11:33
Flasche auf den Schädel: Drei Jahre und neun Monate Haft
von Sonntag | #6

Wat dem Editor hier nich in den Kram passt, kommt weg ! Basta !!!

24.06.2010
23:25
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von Lutz Huber | #5

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24.06.2010
12:00
Blockierter Kommentar.
von Sonntag | #4

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24.06.2010
10:41
Flasche auf den Schädel: Drei Jahre und neun Monate Haft
von brauxen | #3

Das hat alles die Regierung zu verantworten. Hartz4 drastisch rauf, Bezugsscheine für Drogen und den armen Migrantenblagen mehr Heimatgefühl entsprechend der Herkunft. Hat denn keiner mehr Verständniss für die entwurzelten, dem Kommunismus oder Islamismus Entrissenen? So wird nie ein bunter Multikultistaat aus uns.

23.06.2010
17:41
Flasche auf den Schädel: Drei Jahre und neun Monate Haft
von Deutscher.. | #2

War doch klar..schwere Kindheit etc, und schon sind sie ja die Opfer und keine Täter mehr..

Echt Traurig, dass deshalb die Straftaten alle Bagatelisiert werden..

23.06.2010
16:45
Blockierter Kommentar.
von Ausgetretener | #1

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