Festlicher Widerhall von Posaunen und Männerstimmen in Oestricher Kirche
11.11.2008 | 17:34 Uhr 2008-11-11T17:34:00+0100
Oestrich. Ein großes Festkonzert zum Doppeljubiläum konnte das Publikum am Sonntag in der evangelischen Kirche Oestrich genießen.
Während das Gotteshaus seit mittlerweile 100 Jahren in seiner jetzigen Gestalt steht, darf der CVJM-Posaunenchor Oestrich auf eine 80-jährige Historie zurückblicken. Gemeinsam mit dem CVJM-Posaunenchor Wiblingwerde und dem Männerchor Oestrich entfalteten die Akteure einen bunten musikalischen Reigen.
Einen furiosen Start legte der Posaunenchor zusammen mit der Gemeinde und dem Lied „Du meine Seele, singe” hin. Mit dem altfranzösischen Volks- und Gesellschaftstanz „Rigaudon” setzten die Musiker unter der Leitung von Rüdiger Steinert einen Glanzpunkt im Programm. Mit „Himmel, Erde, Luft und Meer” schufen die Bläser eine faszinierende Atmosphäre. Nicht weniger beeindruckend waren mehrere Stücke des Komponisten Traugott Fünfgeld wie „There's a meeting here tonight”. In dem Lied wird das Leben der Sklaven beschrieben, die nach einem harten Arbeitstag den Gottesdienst feiern, ehe alles von vorne beginnt. Einfühlsam setzten die Posaunen das Thema um. Einem langsamen Beginn folgten fröhliche und beschwingte Rhythmen, bevor die Traurigkeit wieder die Oberhand gewann und dumpfe, bedrückende Stimmung das Gotteshaus erfüllte.
Doch der Chor hatte weitaus mehr zu bieten. So erklang unter anderem Bachs „Gloria sei dir gesungen” in der Kirche, und die inoffizielle Nationalhymne Großbritanniens, „Rule Britannia”, wurde intoniert. Am Ende jedes Stückes durften sich die Akteure über verdienten Applaus freuen.
Nicht minder souverän und überzeugend der Männerchor Oestrich, der unter der Leitung von Alma Dauwalter in wunderbarer Weise das festliche Ambiente des Abends unterstrich. „Herr der Herrlichkeit” kam stimmgewaltig und doch einfühlsam zur Geltung, „Lobe den Herrn meine Seele” verbreitete eine andächtige und feierliche Atmosphäre. Heiter und beschwingt hingegen fand die „Sonntagsseele” ihren Weg in die Herzen der Zuhörer.
Im volkstümlichen Teil präsentierte der Männerchor die dalmatinische Weise „Gürtel und Tüchlein”, sowie das schottische „Lied der Freundschaft”, das die Sänger ihrem Publikum energisch darboten. Auch der Männerchor erhielt riesigen Beifall. Der Funke war längst spürbar auf die Zuhörer übergesprungen.
Den Schlusspunkt setzte abermals der Posaunenchor mit dem „Irischen Reisesegen”, und Heinz Baumann bemerkte in seinem Schlusswort: „Für dieses Konzert ist Schweiß geflossen - wenn es ihnen gefallen hat, ist das Lohn für unsere Mühen.” Der lang anhaltende Applaus ließ keine Fragen offen.
0mitdiskutieren